Rosmarin kommt gut mit Hitze, kurzen Trockenphasen und eher nährstoffarmen Böden zurecht, verträgt jedoch keine dauerhaft nassen Wurzeln. Deshalb ist es sinnvoll, ihn nicht direkt zusammen mit Kürbis anzubauen: Kürbispflanzen breiten sich stark aus und werden meist häufiger gegossen. Die fehlende „Verträglichkeit“ hat also mit unterschiedlichen Kulturbedingungen zu tun – nicht damit, dass eine der beiden Arten angeblich Stoffe abgibt, die der anderen schaden.
Warum ist es nicht empfehlenswert, Rosmarin in der Nähe von Kürbis zu pflanzen?
Kürbis bildet grosse Blätter und lange Ranken, die sich über das Beet legen können. Dadurch kann Rosmarin beschattet werden, und gleichzeitig nimmt die Luftzirkulation rund um den Strauch ab. Zusätzlich führt das Bedürfnis, den Kürbisbereich während Wachstum und Fruchtbildung gleichmässig feucht zu halten, oft dazu, dass der Boden für Rosmarinwurzeln zu nass bleibt.
- Kürbisranken und -blätter können Rosmarin überwachsen;
- weniger Licht bremst das Wachstum und schwächt das Aroma des Krauts;
- häufiges Giessen erhöht das Risiko von Staunässe;
- anhaltende Feuchtigkeit begünstigt Wurzelprobleme;
- beide Pflanzen konkurrieren um Platz im Beet;
- geringe Durchlüftung erleichtert die Ausbreitung von Pilzen.
Heisst das, dass beide Pflanzen nie im selben Garten stehen dürfen?
Nein. Rosmarin und Kürbis können im gleichen Garten kultiviert werden, wenn sie in getrennten Beeten wachsen und unabhängig voneinander gegossen werden. Kritisch wird es vor allem dann, wenn die Wurzeln denselben feuchten Bereich teilen oder wenn Kürbisranken über den Rosmarinstrauch hinwegwachsen und das Sonnenlicht abfangen.
Diese Empfehlung zur Standortwahl für Rosmarin gilt ebenso für Mangold und anderes Gemüse, das einen feuchteren Boden bevorzugt. Eine nachgewiesene „chemische“ Unverträglichkeit zwischen diesen Pflanzen gibt es nicht – die unterschiedlichen Ansprüche machen die gemeinsame Pflege jedoch unpraktisch.
Was ist der beste Platz, um Rosmarin zu pflanzen?
Wählen Sie einen Standort mit mindestens sechs Stunden direkter Sonne pro Tag, an dem sich nach Regen kein Wasser staut. Der Boden sollte locker und gut durchlässig sein, ausserdem braucht der Strauch genügend Raum, damit Luft zwischen den Zweigen zirkulieren kann. In schweren, lehmigen Böden ist ein Hochbeet häufig wirksamer, als lediglich eine kleine Menge Sand einzuarbeiten.
- Nutzen Sie die sonnigste Stelle im Garten;
- meiden Sie Senken, in denen sich Pfützen bilden;
- halten Sie Abstand zu Pflanzen, die tägliches Giessen brauchen;
- lassen Sie Platz, damit der Strauch wachsen kann, ohne „abgeschnürt“ zu werden;
- bei stark verdichtetem Boden einen Topf mit mehreren Abzugslöchern verwenden;
- bevorzugen Sie Gefässe mit mindestens 30 Zentimetern Breite;
- erst erneut giessen, wenn die Bodenoberfläche abgetrocknet ist.
Giessen und Schneiden halten den Strauch kompakt
Frisch gesetzter Rosmarin benötigt zunächst regelmässige Wassergaben, bis er gut eingewurzelt ist. Sobald die Pflanze etabliert ist, sollte die Giesshäufigkeit deutlich sinken. Bevor Sie wieder Wasser geben, fühlen Sie die Erde und prüfen Sie, ob die obersten Zentimeter bereits trocken sind. Gelbliche Blätter, schlaffe Triebe und dauerhaft nasser Boden können auf zu viel Bewässerung hindeuten.
Der Schnitt sollte moderat ausfallen und sich auf die grünen Triebspitzen konzentrieren. Das regt seitliche Neuaustriebe an und verhindert, dass der Strauch lang wird und unten verkahlt. Nehmen Sie nicht auf einmal zu viel weg und schneiden Sie nicht tief ins alte Holz, da daraus unter Umständen nur schwer neue Triebe nachkommen.
Wie lässt sich Rosmarin aus dem Garten verwenden?
Die Zweige können frisch zum Würzen von Kartoffeln, Brot, Gemüse, Fleisch und Saucen genutzt werden. Weil das Aroma kräftig ist, genügt meist schon eine kleine Menge. Alternativ lassen sich die Blätter an einem luftigen, vor Sonne geschützten Ort trocknen und anschliessend in einem geschlossenen Behälter für die Küche aufbewahren.
Wenn Sie regelmässig die Spitzen ernten, bleibt der Rosmarin stärker verzweigt, solange Sie nicht zu viel Pflanzenmaterial entfernen. Damit Sie lange etwas von der Pflanze haben, kommt es vor allem auf viel Sonne, gute Drainage und massvolles Giessen an. Wer Rosmarin getrennt von Kürbis und von Arten hält, die sehr viel Wasser brauchen, verhindert, dass ein einheitlicher Giessrhythmus Pflanzen mit gegensätzlichen Bedürfnissen schadet.
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