Die Bananenschale am Rosenstock kann als organische Ergänzung dienen, weil sie Kalium sowie geringe Mengen weiterer Nährstoffe enthält. Diese Stoffe stehen den Wurzeln jedoch nicht sofort zur Verfügung. Zudem ersetzt der Küchenrest weder eine vollständige Düngung noch behebt er allein Ursachen für eine schwache Blüte.
Welche Vorteile kann eine Bananenschale für den Rosenstock haben?
Während sie verrottet, führt die Schale dem Boden organische Substanz und Mineralstoffe zurück. Kalium ist unter anderem an der Wasserregulation in den Zellen beteiligt und wirkt bei verschiedenen Prozessen der Pflanzenentwicklung mit – wie stark sich das zeigt, hängt jedoch vom Bodenzustand und davon ab, ob auch die übrigen Nährstoffe ausreichend vorhanden sind.
- Verwertet organische Küchenabfälle sinnvoll weiter;
- bringt kleine Mengen Mineralstoffe in den Boden;
- liefert nach der Zersetzung zusätzliche organische Substanz;
- kann die reguläre Düngung des Rosenstocks ergänzen;
- hilft, Lebensmittelreste seltener im Abfall zu entsorgen.
Fördert Bananenschalenwasser neue Blüten?
Das sogenannte Bananenwasser kann einen Teil der wasserlöslichen Bestandteile aufnehmen, die beim Einweichen aus der Schale herausgelöst werden. Trotzdem gibt es weder ein allgemein gültiges Mischverhältnis noch die Sicherheit, dass die Flüssigkeit genug Kalium enthält, um eine deutlich stärkere Blüte auszulösen.
Wie viele Blüten entstehen, wird ausserdem von der Rosensorte, der Sonnenlage, dem Schnitt, der Wasserversorgung sowie der Verfügbarkeit von Stickstoff, Phosphor und Mikronährstoffen beeinflusst. Daher sollte die Flüssigkeit eher als gelegentliche Ergänzung betrachtet werden – nicht als konzentrierter Dünger oder als sofort wirksamer Blüh-„Booster“.
Wie lässt sich die Schale mit geringem Risiko ansetzen und anwenden?
Spülen Sie die Schalen ab, schneiden Sie sie klein und geben Sie ein bis drei Schalen in 1 Liter Wasser. Den Behälter bis zu zwei Tage abgedeckt stehen lassen, anschliessend abseihen und die Flüssigkeit noch am selben Tag verwenden: direkt in das zuvor angefeuchtete Substrat giessen, ohne Blüten und Blätter zu benetzen.
- Keine Schalen mit Schimmel oder deutlichen Fäulnisstellen verwenden;
- die Mischung nicht über mehrere Tage gären lassen;
- keinen Zucker und keine weiteren Essensreste hinzufügen;
- nur wenig rund um die Pflanze ausbringen;
- die Anwendung stoppen, wenn Fliegen, Geruch oder Pilzbelag auftreten;
- die verwendeten Stücke in den Kompost geben.
Wie oft kann Bananenschalenwasser eingesetzt werden?
Für Rosen gibt es keine wissenschaftlich festgelegte Anwendungshäufigkeit. Als vorsichtige Orientierung bietet sich eine gelegentliche Gabe an – mit Abständen von drei bis vier Wochen, dabei die Reaktion der Pflanze beobachten und vermeiden, dass die Erde dauerhaft zu nass bleibt.
Gerade in kleinen Töpfen können wiederholte Anwendungen Gerüche, Mikroorganismen und Insekten begünstigen, vor allem wenn Fruchtstücke offen liegen bleiben. Wer die Schalen sicherer nutzen möchte, fährt meist planbarer mit Kompostierung, weil das Material dabei zuerst umgewandelt wird, bevor es in das Substrat gelangt.
Ersetzt die Bananenschale den Rosendünger?
Bananenschalen liefern Stickstoff, Phosphor und weitere Elemente nicht in einer ausgewogenen Menge für alle Wachstumsphasen. Zeigt ein Rosenstock blasse Blätter, schwaches Wachstum oder wenige Blüten, sollten zuerst Licht, Giesspraxis, Drainage und die Nährstoffversorgung geprüft werden, bevor immer neue Hausmittel nacheinander eingesetzt werden.
Die besten Ergebnisse bringt eine ausgewogene Düngung, abgestimmt auf Boden und Entwicklungsstadium der Pflanze. Richtig eingesetzt können Bananenschalen andere Pflegeschritte zur Förderung neuer Blüten begleiten – sie ersetzen aber weder genügend Sonne noch einen passenden Rückschnitt und auch keinen vollständigen Dünger, wenn dieser erforderlich ist.
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