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Zitronenbaumstamm mit Asche bestreichen: Nutzen und Vorsichtsmassnahmen

Person trägt weißen Schutzbalsam an Stamm eines Zitronenbaums im Garten auf.

Das Bestreichen des Zitronenbaumstamms mit Asche, die mit Wasser vermischt wurde, ist eine traditionelle Gartenpraxis. Sie dient vor allem dazu, eine physische Barriere gegen Ameisen zu schaffen, die am Baum hinaufklettern. Die trockene, pulverige Schicht kann den Insekten das Fortbewegen auf der Rinde erschweren. Besonders sinnvoll kann das sein, wenn die Ameisen mit Blattlauskolonien an jungen Trieben und Blättern in Verbindung stehen.

Wozu wird Asche auf den Stamm eines Zitronenbaums aufgetragen?

Der am häufigsten genannte Zweck besteht darin, Ameisen den Weg vom Boden bis in die Baumkrone zu erschweren. Asche wirkt nicht wie ein herkömmliches Insektizid: Wird sie mit Wasser vermengt und um den Stammbereich aufgetragen, trocknet sie zu einem feinstrukturierten Belag auf der Rinde.

Das kann hilfreich sein, weil manche Ameisen in enger Beziehung zu Blattläusen stehen. Sie nutzen die zuckerhaltige Flüssigkeit, die diese kleinen Insekten ausscheiden, und können sie gegen natürliche Fressfeinde verteidigen. Wenn viele Ameisen am Zitronenbaum hochlaufen, sollte man daher auch junge Blätter, Triebe und Blattunterseiten auf diesen Schädling kontrollieren.

Wie wird die Aschepaste richtig hergestellt?

Für die Mischung werden lediglich geeignete Asche und Wasser benötigt. Angestrebt wird eine Konsistenz ähnlich einer dickflüssigen Farbe, die am Stamm haften bleibt, ohne sofort herabzulaufen. So kann dabei vorgegangen werden:

  • Verwenden Sie ausschliesslich vollständig abgekühlte Asche.
  • Geben Sie eine kleine Menge davon in ein Gefäss.
  • Fügen Sie das Wasser schrittweise hinzu.
  • Rühren Sie alles zu einer zähen Paste an.
  • Entfernen Sie lose Erde am Stammfuss vorsichtig.
  • Tragen Sie einen schmalen Streifen rund um die Rinde auf.
  • Lassen Sie die Schicht von selbst trocknen.

Welche Asche eignet sich für den Zitronenbaum?

Für diese Anwendung sollte ausschliesslich Asche aus unbehandeltem Holz verwendet werden. Rückstände von lackiertem, gestrichenem oder behandeltem Holz, Sperrholz, Spanplatten, Kunststoff oder Materialien mit chemischen Zusätzen können Schadstoffe in der Asche hinterlassen. Sie dürfen weder auf Bäume noch auf den Boden gelangen.

Auch Asche aus sauberem Holz sollte nur sparsam eingesetzt werden. Sie enthält Mineralstoffe wie Kalium und Kalzium und wirkt alkalisch, sodass sie den pH-Wert des Bodens erhöhen kann. Beratungsstellen von Hochschulen raten gerade deshalb zur Vorsicht, denn übermässige Mengen können die Bodenchemie deutlich verändern.

Welche Vorsichtsmassnahmen schützen den Baum?

Ziel ist ein schmaler Schutzstreifen und nicht, einen grossen Teil des Stamms mit einer dicken Kruste zu überziehen. Regen und Bewässerung tragen die Mischung zwar nach und nach ab, doch wiederholte Anwendungen können zugleich Asche in den Boden rund um die Wurzeln bringen. Diese Massnahmen verringern das Risiko:

  • Tragen Sie keine dicken Schichten auf die Rinde auf.
  • Vermeiden Sie das Aufbringen auf Verletzungen oder beschädigte Stellen.
  • Verteilen Sie keine grossen Aschemengen im Wurzelbereich.
  • Nutzen Sie die Methode nicht häufig auf bereits alkalischen Böden.
  • Kontrollieren Sie die Krone auf Blattläuse, Schildläuse oder andere Schädlinge.
  • Betrachten Sie die Paste nicht als Ersatz für eine angemessene Bekämpfung eines Befalls.

Löst Asche allein das Problem mit Ameisen und anderen Schädlingen?

Nein. Die Aschepaste sollte als ergänzende, zeitlich begrenzte physische Barriere verstanden werden. Zeigt der Zitronenbaum eingerollte Blätter, verformte junge Triebe, klebrigen Honigtau, dunklen Russtau oder eine grosse Zahl an Insekten, muss zunächst die Ursache ermittelt werden, bevor eine Massnahme gewählt wird. Ein Blattlausbefall verschwindet beispielsweise nicht allein dadurch, dass einige Ameisen den Stamm nicht mehr hochklettern.

Der plausibelste Vorteil dieser Methode liegt darin, einen von Ameisen genutzten Weg zu erschweren, ohne sofort chemische Mittel einzusetzen. Da Asche den pH-Wert ebenfalls verändert, wenn sie in den Boden gelangt, muss sie gezielt und sparsam aufgetragen werden. Für einen gesunden Zitronenbaum ist es weiterhin wichtiger, Blätter, Triebe, Rinde, Drainage und möglichen Schädlingsbefall zu beobachten, als irgendein Hausmittel wahllos immer wieder anzuwenden.

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