Bananenschalen haben sich bei Menschen, die Orchideen zu Hause pflegen, als preisgünstige natürliche Düngemöglichkeit etabliert. Die Methode wurde vor allem deshalb verbreitet, weil sie unkompliziert ist, Küchenabfälle weiterverwendet und keine besonderen Gartenkenntnisse voraussetzt. Damit sie dem Substrat tatsächlich zugutekommt, ohne unangenehme Gerüche oder Insekten anzuziehen, ist jedoch ein sorgfältiger Umgang nötig.
Welche Nährstoffe geben Bananenschalen beim Orchideenanbau ab?
Sobald die Schale mit Feuchtigkeit und den im Topf vorhandenen Mikroorganismen in Berührung kommt, wird sie schrittweise zersetzt und setzt Nährstoffe frei, die die Wurzeln aufnehmen können. Sie ersetzt keinen speziell für Orchideen entwickelten Dünger, sondern dient lediglich als Ergänzung zu einer passenden Pflege mit Licht, Wasser und guter Luftzirkulation.
Während des Zersetzungsprozesses liefert die Schale vor allem Kalium, aber auch Phosphor, Kalzium, Magnesium und einige Mikronährstoffe. Diese Kombination wird mit der Widerstandsfähigkeit der Pflanze, der Ausbildung stabilerer Blüten und einem ausgeglichenen Wasserhaushalt in Verbindung gebracht. Zudem versorgt sie nützliche Mikroorganismen im Substrat und kann so das Wurzelumfeld stabiler machen.
Weshalb verwenden so viele Menschen Bananenschalen für Orchideen?
Als Dünger wurden Bananenschalen beliebt, weil sie nahezu nichts kosten, leicht vorzubereiten sind und natürlichen Ursprungs sind. Gerade für Einsteiger wirkt die Nutzung eines Haushaltsrests wie eine gut erreichbare Möglichkeit, die Pflanze zu stärken, bevor sie in spezielle Produkte investieren.
Berichte in sozialen Netzwerken, Videos und informelle Erfahrungswerte haben die Anwendung zusätzlich bekannt gemacht und verbinden sie häufig mit einer üppigen Blüte. Dennoch liefern Bananenschalen im Wesentlichen Kalium und nur einen Teil der benötigten Nährstoffe. Orchideen brauchen ausserdem Stickstoff und weitere Elemente, die in für die Pflanzenart abgestimmten Düngern enthalten sind, etwa in ausgewogenem NPK-Dünger oder geeigneten organischen Düngern.
Wie lassen sich Bananenschalen bei Orchideen sicher anwenden?
Um das Risiko von Pilzen und Insekten zu verringern, trocknen oder kochen viele Menschen die Schalen, bevor sie sie für Orchideen einsetzen. Die folgenden verbreiteten Methoden können sparsam verwendet werden, wobei die Reaktion der Pflanzen stets beobachtet werden sollte:
- Getrocknete und zerkleinerte Schale: Sie wird in schmale Streifen geschnitten, in der Sonne oder bei niedriger Ofentemperatur getrocknet und anschliessend zerkleinert. Eine kleine Menge kommt auf das Substrat, ohne die Wurzeln zu berühren.
- Bananenschalentee: Schalenstücke werden in Wasser gekocht, danach abgeseiht und abgekühlt. Das nährstoffhaltige Wasser wird im Abstand von einigen Wochen zum Giessen verwendet und mit normalem Giessen abgewechselt.
- Gut getrocknete ganze Stücke: Stark getrocknete Streifen werden in geringer Menge auf der Substratoberfläche verteilt, damit sie sich langsam zersetzen.
Üblicherweise erfolgt die Anwendung nur selten, in Abständen von 30 bis 60 Tagen, damit sich nicht zu viel organisches Material zersetzt und Gerüche entstehen. Wichtig sind eine gute Belüftung, das nicht zu tiefe Eingraben der Schalen und ein sofortiger Verzicht auf die Methode, falls mehr kleine Fliegen, Ameisen oder sichtbare Pilze im Topf auftreten.
Welche weiteren Küchenreste können die Nährstoffversorgung von Orchideen unterstützen?
Einige Haushaltsreste können die Nährstoffversorgung von Orchideen ergänzen, sollten aber stets nur in kleinen Mengen eingesetzt werden, damit die Luftdurchlässigkeit des Substrats nicht leidet. Sie dienen als leichte Unterstützung und niemals als alleinige Düngerquelle; zudem verlangt ihre Verwendung eine aufmerksame Beobachtung der Kultur.
Getrockneter Kaffeesatz, sehr fein zerkleinerte Eierschalen und ungesalzenes Kochwasser von Gemüse gehören zu den üblichen Möglichkeiten. Obstreste sollten dagegen vorzugsweise in einen separaten Kompost gelangen, statt direkt in den Topf gegeben zu werden, um Fliegen und Gerüche zu vermeiden. In allen Fällen geht es darum, das Substrat durchlässig, luftig und frei von zu viel organischem Material zu halten, damit die Wurzeln gesund bleiben und die Blüten über das Jahr hinweg kräftiger ausfallen.
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