Ein kühles Herbstwochenende, ein dichter Teppich aus Laub – und die Harke lehnt am Schuppen, als würde sie schon jetzt still ankündigen, dass der Montag mit Muskelkater beginnt.
Für viele Hausbesitzer ist dieses Bild vertraut: Der Garten wirkt wie eine Ansichtskarte – allerdings erst nach Stunden voller Bücken, Schleppen und Abfüllen in Säcke. Eine neue Generation kabelloser Laubgeräte will genau diese Routine durchbrechen und die Laubsaison zu einer schnellen, beinahe beiläufigen Aufgabe machen.
Ein laubbedeckter Rasen muss nicht mehr Knochenarbeit bedeuten
Herbstlaub sieht ein, zwei Tage lang hübsch aus. Danach klebt es auf nassem Gras, nimmt dem Rasen Licht und verwandelt Terrassen sowie Wege in eine rutschige Angelegenheit. Klassisch bedeutet das: Harke, ein Stapel Müllsäcke – und ein schmerzender Rücken.
Laubbläser haben das Bild verändert, weil sie das Material zügig zu ordentlichen Haufen schieben. Kurz darauf kamen bei Benzin-Geräten dicke Gehörschützer dazu: Lärm, Abgase und Wartung waren der Preis für die Leistung. Kabelgebundene Elektrobläser senkten Geräuschpegel und Betriebskosten, dafür zog ständig ein Kabel hinterher. Gerade im engen Vorstadtgarten ist das ein zusätzliches Hindernis, über das man stolpern kann.
Akkubetriebene Blas-Saug-Häcksler versprechen dieselbe Reinigungswirkung – ohne Benzindämpfe und ohne ein Kabel, das sich durch die Beete schlängelt.
Genau hier ordnet sich ein Gerät wie der Mountfield MVS 20 Li ein: ein akkubetriebener Bläser, Sauger und Häcksler in einem, als Komplettset mit Akkus und Ladegerät im Karton. Man muss also weder ein passendes Akkusystem zusammensuchen noch Zubehör nachträglich dazukaufen.
So arbeitet ein Blas-Saug-Häcksler in der Praxis
Das Prinzip klingt unkompliziert: Laub zusammenblasen, Modus wechseln, aufsaugen und zerkleinern. In der Anwendung verändert die Kombination jedoch spürbar, wie man mit Gartenabfällen umgeht.
Vom verstreuten Durcheinander zum komposttauglichen Mulch
Im Blasmodus treibt der Mountfield MVS 20 Li mit einem kräftigen Luftstrom Laub, kleine Zweige und leichtes Material zu Linien oder Haufen zusammen. Das ist praktisch auf Rasenflächen, Kieswegen, Holzdecks und rund um einen Pool – überall dort, wo eine Harke leicht verkratzt oder hängen bleibt.
Im Saugmodus zieht dieselbe Düse das zusammengetragene Material ein und führt es durch ein Messersystem. Diese Messer zerkleinern die Blätter deutlich. Das reduzierte Häckselgut landet anschließend in einem Stoff-Fangsack, der seitlich am Körper hängt.
Durch das Häckseln wird das Volumen um ungefähr zehn zu eins reduziert – aus einem aufgeblähten Haufen wird ein dichter, kompostfreundlicher Mulch.
Diese gehäckselte Mischung eignet sich besonders für zwei wichtige Anwendungen:
- Mulch rund um Pflanzen – hält Feuchtigkeit länger im Boden und bremst Unkraut.
- Komposthaufen füttern – feines Material verrottet schneller als ganze Blätter.
Statt Biotonnen mit voluminösen, luftigen Säcken zu füllen, bleibt ein grosser Teil der organischen Masse im Garten und verbessert genau den Boden, den man ohnehin pflegen will.
Was im Mountfield MVS 20 Li Kit steckt
Der Mountfield MVS 20 Li basiert auf einem bürstenlosen Elektromotor mit etwa 600 W. Bürstenlose Motoren gelten als effizient und kommen im Vergleich zu älteren Bürstenkonstruktionen meist mit weniger verschleissanfälligen Teilen aus. Versorgt wird das Gerät von zwei 20 V 4 Ah Lithium-Akkus aus der STIGA-ePower-Familie.
Diese Akkus sind enthalten – ebenso ein Doppelladegerät, was in dieser Gerätekategorie längst nicht immer selbstverständlich ist. Viele Hersteller verkaufen „nackte“ Geräte und setzen voraus, dass bereits kompatible Akkus aus anderen Produkten vorhanden sind.
| Feature | Mountfield MVS 20 Li |
|---|---|
| Power source | 2 x 20 V 4 Ah lithium batteries |
| Motor type | Brushless, approx. 600 W |
| Functions | Blower, vacuum, shredder |
| Air speed | Up to 55 m/s |
| Collection bag | 45 litres |
| Shredding ratio | Around 10:1 |
| Weight | Just under 5 kg with batteries |
| Runtime | Approx. 23 minutes blowing, 18 minutes vacuum/shred |
| Sound level | About 102 dB(A) |
Ergonomisch ist der Saug-/Blasrohr-Auslass vorne mit kleinen Rollen ausgestattet. Im Saugmodus lässt sich die Düse dadurch am Boden entlangführen, statt das volle Gewicht dauerhaft vom Körper weg zu tragen. Ein gepolsterter Schultergurt und ein Softgrip-Handgriff verteilen die Last zwischen Arm und Oberkörper.
Über einen stufenlos dosierbaren Abzug lässt sich die Leistung anpassen. Das ist besonders wichtig, wenn man auf Kies, Rindenmulch oder Zierstein arbeitet und nicht alles über den Weg verstreuen möchte.
Für welchen Garten passt dieser kabellose Mountfield?
Der MVS 20 Li ist auf die Gartengrössen ausgelegt, die viele Haushalte im Vorstadtumfeld tatsächlich haben: kein Park, aber auch kein Mini-Balkon. Gemeint sind kleine bis mittlere Rasenflächen, ein paar Bäume, ein oder zwei Hecken, befestigte Bereiche – und Hindernisse wie Trampolin oder Aufstellpool, um die man herumarbeiten muss.
Kabellose Freiheit spielt ihre Stärke besonders in Gärten mit vielen Hindernissen aus, wo ein nachlaufendes Kabel ständig an Möbeln, Spielzeug und Sträuchern hängen bleiben würde.
Mit einem 45-Liter-Sack und rund 20 Minuten sinnvoll nutzbarer Laufzeit ist das Gerät eher für regelmässige, leichte Pflege gedacht – nicht dafür, ein ganzes Jahr Laub in einem einzigen Kraftakt zu bewältigen. Viele werden in kurzen Einsätzen arbeiten: am Sonntagmorgen kurz die Terrasse frei machen oder vor Besuch noch schnell die Einfahrt abziehen.
Auf grossen, stark bewaldeten Grundstücken – insbesondere jenseits von ungefähr 1,500 Quadratmetern – raten Fachleute hingegen oft weiterhin zu leistungsstarken Kabelgeräten oder Benzinbläsern. Diese bewegen in einem Durchgang sehr viel Material, bringen dafür aber mehr Lärm, mehr Gewicht und bei Benzin zusätzlich Emissionen mit.
Akku vs. Kabel vs. Benzin: wo die Kompromisse liegen
Wer einen Blas-Sauger in Betracht zieht, hat im Wesentlichen drei Optionen: kabelgebunden elektrisch, akkubetrieben oder benzinbetrieben. Jede Variante punktet an anderer Stelle – und hat ihre Kehrseite.
Leistung, Unabhängigkeit und Handhabung
- Kabelgebunden elektrisch: Häufig sehr kräftiger Luftstrom und praktisch unbegrenzte Laufzeit, oft bei niedrigeren Anschaffungskosten. Der Nachteil ist das Verlängerungskabel, das an Ecken hängen bleibt und den Aktionsradius einschränkt.
- Benzin: Viel rohe Leistung und unabhängig von Steckdose oder Akkus, gut für grosse Flächen. Dafür stehen Lärm, Abgase, Wartungsaufwand und höheres Gewicht.
- Akkubetrieben: Kein Kabel, kein Benzingeruch und meist bequemer Start per Knopfdruck. Die Laufzeit ist begrenzt und hängt von der Akkukapazität ab; die Leistung ist in der Regel eher auf private Nutzung als auf Profi-Massstab abgestimmt.
Der Mountfield MVS 20 Li ist klar der dritten Gruppe zuzuordnen. Mit etwa 102 dB(A) sollte man trotzdem Gehörschutz tragen, auch wenn die Tonlage weniger „hart“ wirken kann als bei manchen Benzinmaschinen. Preislich bewegen sich Elektrobläser üblicherweise zwischen rund €100 und €350; viele Geräte im unteren Bereich kommen ohne Akkus, wodurch die tatsächlichen Kosten nach dem Zukauf spürbar steigen.
Was gehäckseltes Laub im Garten bewirkt
Ein oft unterschätzter Vorteil eines Saug-Häckslers ist, was nach dem Entleeren des Sacks passiert. Zerkleinertes Material verhält sich ganz anders als ganze Blätter oder Zweigstücke.
Als feiner Mulch unter Sträuchern oder zwischen Stauden ausgebracht, hat es mehrere Effekte:
- Es bildet eine lockere Schicht, die die Verdunstung von Wasser bremst.
- Es kann einen Teil des Unkrautwuchses unterdrücken, weil am Boden weniger Licht ankommt.
- Es zersetzt sich nach und nach und bringt zusätzliche organische Substanz in den Boden.
Im Kompost sorgt die kleinere Stückelung für mehr Oberfläche, an der Mikroorganismen arbeiten können. Dadurch beschleunigt sich der Rotteprozess häufig und der Kompost wird gleichmässiger. Gleichzeitig vermeidet man dicke, trockene Laubschichten, die im Haufen wie eine Barriere wirken können.
Sicherheit, Lärm und Tipps für den Alltagseinsatz
Auch wenn das Gerät körperliche Belastung reduziert, ist ein sorgfältiger Umgang wichtig. Bei 102 dB(A) kann längeres Arbeiten ohne Gehörschutz das Gehör langfristig schädigen. Eine Schutzbrille verhindert, dass aufgewirbelter Splitt oder kleine Zweige ins Auge geraten. Handschuhe verbessern den Grip und schützen die Finger, etwa beim Entleeren des Fangsacks.
Auf harten Flächen sorgt eine niedrigere Leistungsstufe für mehr Kontrolle und weniger Staub. Auf dem Rasen hilft eine höhere Stufe, nasses oder festgedrücktes Laub zu lösen – dabei sollte man jedoch in der Nähe von losem Steinmaterial vorsichtig sein. Die Führungsrollen am Rohr sind eine Einladung, die Front über den Boden rollen zu lassen; das entlastet die Schultern.
Wer in kurzen Etappen arbeitet, nutzt die Akkus besonders effizient. An einem Abend räumt man zum Beispiel nur Terrasse und Wege frei, an einem anderen Tag folgt der Rasen. Dieses gestaffelte Vorgehen passt gut zur 20-Minuten-Komfortzone des Geräts und senkt die Versuchung, übermüdet einfach „durchzuziehen“.
Begriffe erklärt: was diese Werte wirklich aussagen
Einige Angaben im Datenblatt sind im Alltag wichtiger als andere. Die Luftgeschwindigkeit – hier rund 55 m/s – beschreibt, mit welcher Kraft der Bläser Laub bewegen kann. Eine höhere Geschwindigkeit hilft, feuchtes oder festklebendes Material zu lösen, vor allem in Ecken und engen Bereichen.
Das Häckselverhältnis von ungefähr 10:1 bedeutet schlicht: Zehn Säcke lockeres Laub werden zu etwa einem Sack Häckselgut. Das ist nützlich, wenn die Kommune die Grünabfallabholung begrenzt oder der Platz im Kompostbereich knapp ist.
Die Akkukapazität in Amperestunden (Ah) liefert einen Anhaltspunkt zur Laufzeit. Zwei 4 Ah Akkus bei 20 V sind ein ausgewogener Mittelweg: genug Energie, um sichtbar aufzuräumen, ohne das Gerät unnötig schwer zu machen.
Für Haushalte, die Arbeit, Kinder und wechselhaftes Wetter unter einen Hut bringen müssen, werden solche Details ganz konkret: Nach einer knappen halben Stunde draussen geht man wieder hinein – mit ordentlich wirkendem Rasen, ruhigerem Gewissen und einem Rücken, der sich auch am Montagmorgen noch einsatzbereit anfühlt.
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