Kartoffeln bleiben deutlich länger fest, wenn sie vor Licht, Wärme und aufgestauter Feuchtigkeit geschützt werden. Ein luftdurchlässiger Behälter, getrennte Lagerung von Zwiebeln und das schnelle Aussortieren verdorbener Knollen helfen, Keime, grüne Stellen und Fäulnis während der Aufbewahrung zu minimieren.
Wo sollten Kartoffeln gelagert werden?
Am besten eignen sich kühle, dunkle und gut belüftete Orte – zum Beispiel eine luftige Speisekammer oder ein Schrank mit Abstand zu Herd und Backofen. Papiertüten, Körbe oder Kisten mit Öffnungen lassen Luft zirkulieren, während dicht geschlossene Kunststoffverpackungen Feuchtigkeit um die Knollen herum festhalten.
Licht fördert die Grünfärbung der Schale und kann die Menge an Glykoalkaloiden erhöhen, darunter Solanin. Kartoffeln sind Knollen, die auch nach der Ernte weiter „atmen“ – deshalb brauchen sie selbst im Lager ausreichend Luftaustausch.
- Einen dunklen Platz wählen und fern von Fenstern lagern;
- warme Bereiche in der Nähe von Backofen oder Herd meiden;
- Papiertüten, luftige Kisten oder Körbe verwenden;
- Knollen vor dem Einlagern nicht waschen;
- feuchte, verletzte oder faulende Stücke aussortieren.
Warum ist es besser, Kartoffeln getrennt von Zwiebeln aufzubewahren?
Kartoffeln und Zwiebeln geben bei der Lagerung Feuchtigkeit und flüchtige Stoffe ab. Liegen sie dicht zusammen im selben Behälter, kann das Klima darin Keimbildung und Weichwerden begünstigen – ausserdem kann Fäulnis leichter von einem Lebensmittel auf das andere übergehen. Sinnvoll sind getrennte Körbe und eine regelmässige Kontrolle beider Vorräte.
Verringert eine zusammen gelagerte Apfel wirklich die Keimbildung?
Äpfel setzen Ethylen frei – ein Gas, das Reifung und Keimung bei verschiedenen Gemüsesorten beeinflusst. Ethylen wird auch im Handel eingesetzt, um das Austreiben von Kartoffeln zu steuern, was den Haushalts-Tipp erklärt, einen Apfel mit in den Kartoffelkorb zu legen.
Wie gut das funktioniert, hängt unter anderem von Temperatur, Sorte und Lagerdauer ab. Der Apfel ersetzt daher nicht den Schutz vor Licht und die nötige Belüftung. Wer Kartoffeln neben einem Apfel lagert, sollte zudem häufig nachsehen: Eine angeschlagene oder faulende Frucht kann die Feuchtigkeit im Korb erhöhen.
- Nur einen festen Apfel ohne beschädigte Stellen verwenden;
- den Behälter offen lassen oder für gute Belüftung sorgen;
- wöchentlich auf Keime achten;
- den Apfel austauschen, sobald er weich wird;
- Lebensmittel mit Schimmel oder Fäulnis sofort entsorgen.
Ist es sicher, Kartoffeln im Kühlschrank aufzubewahren?
Kühle Lagerung kann die Haltbarkeit verlängern und gilt heute als sichere Option – vorausgesetzt, die Knollen sind trocken, vor Licht geschützt und liegen in einer luftdurchlässigen Verpackung. Niedrige Temperaturen können jedoch den Anteil reduzierender Zucker erhöhen und dadurch Geschmack sowie Bräunung beim Frittieren beeinflussen. Deshalb bleibt eine kühle Speisekammer die bessere Wahl, wenn Kartoffeln frittiert oder sehr stark goldbraun gebacken werden sollen.
Welche Anzeichen zeigen, dass die Knolle nicht mehr gegessen werden sollte?
Kleine Keime lassen sich entfernen – am besten mitsamt eines kleinen Bereichs darum herum –, sofern die Kartoffel weiterhin fest ist und keine grossflächigen grünen Stellen aufweist. Sehr weiche, stark schrumpelige, bitter schmeckende, schimmelige oder deutlich grün gewordene Knollen sollten entsorgt werden, denn Kochen baut Glykoalkaloide nicht vollständig ab.
Die richtige Lagerung beginnt mit trockenen, unbeschädigten Kartoffeln, die in einem belüfteten Behälter aufbewahrt und regelmässig überprüft werden. Wenn Licht, Temperatur und Feuchtigkeit im Griff sind, bleibt die Konsistenz länger gut – und die Kartoffeln eignen sich über einen längeren Zeitraum zum Kochen, Backen oder für Püree.
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