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Die besten Mähroboter ohne Begrenzungskabel im Vergleich

Garten mit automatischem Rasenmäher, gesteuert über Smartphone-App im sonnigen Hinterhof.

Mähroboter ohne Begrenzungskabel übernehmen heute die Rasenpflege, ohne dass auch nur ein einziges Kabel im Boden verlegt werden muss. Nach mehrwöchigen Tests hat die Redaktion von Presse-citron in diesem Vergleich für jedes Budget und jede Rasenart einen Spezialisten ausgewählt: vom kleinen Stück Rasen am Stadtrand über verwinkelte Gärten bis hin zu großen, unebenen Grundstücken.

Die Auswahl eines Mähroboters war noch nie so anspruchsvoll. Der Markt ist in den vergangenen Jahren förmlich explodiert. Laut dem Marktforschungsunternehmen NielsenIQ stiegen die Verkäufe in Frankreich 2025 erneut um 8,4 % und binnen drei Jahren um 66 %. Dieses Wachstum lockt jeden Frühling neue Anbieter an und veranlasst etablierte Marken dazu, ihre Produktreihen und Modelle immer weiter auszubauen.

Dadurch ist der Einstiegspreis deutlich gesunken. Einige Roboter ohne Begrenzungskabel kosten inzwischen weniger als 600 Euro, während besonders ambitionierte Geräte problemlos mehr als 3.000 Euro kosten. Gerade für Einsteiger ist jedoch schwer nachvollziehbar, wodurch diese großen Preisunterschiede entstehen.

Was sind die wichtigsten Kaufkriterien für einen Mähroboter?

Mit den immer leistungsfähigeren Mährobotern wächst auch die Zahl der Technologien hinter teils komplexen Fachbegriffen. RTK-Antenne, NetRTK, LiDAR und KI-gesteuerte Kameras entscheiden darüber, wie sich ein Roboter orientiert und Hindernisse erkennt.

Ebenso wichtig ist der Antrieb. Bei klassischen Modellen mit zwei angetriebenen Rädern, Konstruktionen mit drei Rädern und Geräten mit Allradantrieb ist nicht immer unmittelbar klar, welche praktischen Unterschiede sich daraus im Garten ergeben.

Auch beim Mähen gibt es verschiedene Konzepte. Eine einzelne Scheibe mit drei Klingen reicht weiterhin meist aus, doch fortschrittlichere Modelle setzen auf ein zweites Mähdeck, eine größere Schnittbreite oder versetzte Klingen, um Rasenkanten besser zu bearbeiten. Auch die App kann die Nutzung grundlegend verändern. Automatische Kartierung, getrennte Einstellungen für jede Zone, ein 4G-Modul oder ein Videobild aus der Ferne können schnell unübersichtlich werden.

Hinzu kommen der Installationsaufwand, die Möglichkeit zum Anlegen mehrerer Karten, Akkulaufzeit, Ladezeit, Lautstärke, Wartung und die Verfügbarkeit von Ersatzteilen. Welche Technik dahintersteckt und welche Kriterien für Ihr Grundstück wirklich zählen, erklärt außerdem unser Kaufratgeber zur Auswahl des passenden Mähroboters.

Bevor Sie sich unserem Vergleich widmen, sollten Sie einen zentralen Punkt beachten: Eine ebene, offene Rasenfläche von 800 m² ist häufig leichter zu pflegen als ein 300-m²-Garten voller Beete, Wurzeln, enger Durchgänge und voneinander getrennter Bereiche.

Statt die Geräte vom besten bis zum schwächsten Modell einzuordnen, haben wir deshalb die ausgereiftesten Mähroboter für unterschiedliche Gartentypen ausgewählt. Alle wurden von der Presse-citron-Redaktion über mehrere Wochen, teilweise sogar über mehrere Monate hinweg getestet.

Mova ViAX 250: der beste Mähroboter der Einstiegsklasse

Mit einem Einführungspreis von 579 Euro gehört der Mova ViAX 250 zu den attraktivsten Optionen für den ersten Mähroboter. Zumal er in dieser Preisklasse weder ein einzugrabendes Begrenzungskabel noch eine im Garten aufzustellende Antenne benötigt. Die Station wird einfach platziert, der Roboter mit der App verbunden und anschließend werden die Rasengrenzen bei der ersten Fahrt über einen virtuellen Joystick abgefahren.

Um den Preis niedrig zu halten, verzichtet Mova auf eine LiDAR-Navigation. Der ViAX 250 orientiert sich ausschließlich über zwei HDR-Kameras und sein KI-gestütztes Erkennungssystem. Auf kleinen, klar strukturierten Rasenflächen funktioniert das überzeugend, erfordert aber eine sorgfältige Ersteinrichtung der Karte sowie präzise definierte Sperrzonen um Bäume, Beete und Gartenmöbel.

Dieses Modell eignet sich daher für vergleichsweise ebene, wenig zugestellte Gärten mit weniger als 250 m². Ein quadratischer oder rechteckiger Rasen vor oder hinter einem Stadthaus ist sein ideales Einsatzgebiet. Auf unebeneren Flächen mit vielen Wurzeln oder schwierigen Übergängen stoßen seine zwei angetriebenen Räder schnell an Grenzen.

Trotz des niedrigen Preises liefert er eine durchaus zufriedenstellende Mähqualität. Auch die App ist umfangreich ausgestattet. Sie bietet unter anderem den bemerkenswerten Modus „Patrouille“ mit Videobild sowie eine manuelle Steuerung. Letztere ist besonders hilfreich, um Kanten und Ecken nachzuarbeiten.

Das hat uns am Mova ViAX 250 gefallen

  • Installation ohne Begrenzungskabel und Antenne für weniger als 600 Euro.
  • Eine App mit dem Modus „Patrouille“ und manuellem Mähen.
  • Gleichmäßige Mähergebnisse auf kleinen, ebenen Rasenflächen.

Lesen Sie unseren vollständigen Test des Mova ViAX 250.

Roborock RockNeo Q105: ideal für gepflegte Gärten

Roborock ist 2026 neu in den Markt für Mähroboter eingestiegen, hat dabei aber nicht vergessen, was seine Saugroboter erfolgreich gemacht hat. Schon bei den ersten Fahrten bearbeitet der RockNeo Q105 den Rasen in sauber geordneten, parallelen Bahnen und erzeugt einen schönen „Stadionrasen“-Effekt. Er kostet 799 Euro, ist für Flächen bis 500 m² ausgelegt und passt vor allem zu gepflegten, wenig baumbestandenen sowie leicht unebenen Gärten.

Dank seiner großen Hinterräder überwindet er Hindernisse bis 4 cm und bewältigt laut Hersteller Steigungen bis 45 %. Bei großen Wurzeln ist dennoch Vorsicht geboten. In unserem Test wurden seine Klingen dadurch so stark beansprucht, dass sie bereits nach drei Mähvorgängen ersetzt werden mussten.

Für präzisere Arbeit an Mauern bietet Roborock das separat erhältliche PreciEdge-Modul für rund 99 Euro an. Es bringt den Schnitt bis auf etwa 3 cm an die Ränder heran, doch wir hätten uns gewünscht, dass es direkt im Lieferumfang enthalten ist.

Softwareseitig ist die Marke dagegen gut aufgestellt. Mit der App lassen sich bis zu 15 Zonen verwalten, Mähzeiten planen und die Hindernisvermeidung anpassen. Der Q105 setzt allerdings weiterhin auf zwei etwas überholte Lösungen: Er benötigt eine RTK-Antenne an einem freien Standort, und die Schnitthöhe wird ausschließlich über ein Drehrad eingestellt.

Das hat uns am Roborock RockNeo Q105 gefallen

  • Sehr sauberes Schnittbild mit attraktivem „Stadionrasen“-Effekt.
  • Übersichtliche und umfangreiche App.
  • Gute Geländegängigkeit auf leicht unebenem Untergrund.

Lesen Sie unseren vollständigen Test des Roborock RockNeo Q105.

eufy E18: die beste automatische Kartierung

Weder ein einzugrabendes Kabel noch eine zu platzierende RTK-Antenne sind nötig. Zunächst wirkt der eufy E18 daher wie jeder moderne Mähroboter ohne Kabel. Sein entscheidender Vorteil zeigt sich aber bereits bei der Einrichtung: Selbst das Abfahren der Rasengrenzen per Joystick ist nicht erforderlich.

Sobald seine Station am Rasenrand steht, erkundet der eufy E18 sein neues Einsatzgebiet selbstständig. Seine Kameras erfassen Begrenzungen, Beete, Bäume und Hindernisse und erstellen daraus automatisch eine Karte.

Diese Funktion ist zwar nicht einzigartig, spielt ihre Stärken aber hauptsächlich auf einfachen, rechteckigen Rasenflächen aus. Während unseres Tests kartierte der E18 dennoch auch einen komplexeren Garten eigenständig; nur einige kleinere Nachbearbeitungen auf der Karte waren nötig.

Sein rein visuelles System ermöglicht es ihm anschließend, Hindernisse wirksam zu umfahren und selbst bei dichtem oder leicht feuchtem Gras ein sauberes Schnittbild zu liefern. Zudem zählt der E18 zu den leisesten Mährobotern in unserem Vergleich. Das ist ein klarer Vorteil für alle, die ihren Garten nicht bei jedem Einsatz in eine Baustelle verwandeln möchten.

Er ist für Flächen bis 1.200 m² vorgesehen und verfügt über eine umfangreiche App mit Videobild und 4G-Verbindung. Diese einfache Bedienung hat jedoch ihren Preis: Der E18 wurde 2025 für 1.799 Euro eingeführt.

Schade ist, dass die ausschließlich visuelle Navigation bei nachlassendem Licht weniger effizient arbeitet. Außerdem liegt seine maximale Steigfähigkeit bei rund 40 %. Viele günstigere Konkurrenzmodelle übertreffen diesen Wert ohne Mühe.

Das hat uns am eufy E18 gefallen

  • Wirklich überzeugende automatische Kartierung.
  • Besonders leiser Betrieb.
  • Sauberer Schnitt, auch bei dichtem Gras.

Lesen Sie unseren vollständigen Test des eufy E18.

Segway Navimow i208 LiDAR: der Spezialist für komplexe Gärten

Enge Durchgänge, Beete, Bäume, Wurzeln und Gartenmöbel: Manche Gärten gleichen einem Hindernisparcours. Genau auf solchen Flächen fühlt sich der Segway Navimow i208 LiDAR besonders wohl. Anders als Roboter, die überwiegend auf Satellitenpositionierung angewiesen sind, kombiniert er LiDAR mit einer Weitwinkelkamera, um seine Umgebung zu erfassen. Dadurch behält er selbst unter Bäumen und entlang von Mauern zuverlässig die Orientierung.

In unserem Test auf einem besonders verwinkelten Grundstück mit 250 m² benötigte er kein einziges Mal manuelle Hilfe, um sich aus einer schwierigen Situation zu befreien. Auch die Installation ist recht unkompliziert. Die erste Karte lässt sich per Joystick anlegen oder durch LiDAR automatisch erstellen; anschließend können über die App Sperrzonen, Verbindungskorridore und mehrere Mähbereiche ergänzt werden. Das ist besonders nützlich, wenn der Rasen um eine Terrasse, einen Parkplatz oder mehrere Wege herum angeordnet ist.

Mit seiner Schnittbreite von 22 cm mäht er gleichmäßig und arbeitet vergleichsweise leise. Seine Schwächen zeigen sich vor allem auf stark geneigten oder durchnässten Böden. An den Rändern ist er ebenfalls nicht perfekt: Entlang von Wegen bleiben etwa 5 cm Gras stehen, an Mauern sind es 10 bis 15 cm.

Der Navimow i208 LiDAR kostet 1.199 Euro und kann auf einer Karte Flächen bis 800 m² bearbeiten. Für einen einfachen Rasen ist er nicht die günstigste Wahl. Wird der Garten jedoch komplexer, gehört er zu den beruhigendsten Modellen – insbesondere bei vielen Winkeln, Hindernissen und schwer zugänglichen Bereichen.

Das hat uns am Segway Navimow i208 LiDAR gefallen

  • Äußerst präzise Navigation in komplexen Gärten.
  • Schnelle Einrichtung ohne Kabel und Antenne.
  • Sauberes Mähergebnis und hochwertige Verarbeitung.

Lesen Sie unseren vollständigen Test des Segway Navimow i208 LiDAR.

Dreame A3 AWD Pro 5000: ideal für große, steile Grundstücke

Mit knapp 24 kg Gewicht und vier angetriebenen Rädern, die jeweils von einem eigenen Motor bewegt werden, erinnert der Dreame A3 AWD Pro 5000 eher an ein kleines Geländefahrzeug als an einen klassischen Mähroboter. Diese enorme Traktion erlaubt ihm, Hindernisse mit einer Höhe von 5,5 cm zu überwinden und laut Hersteller Steigungen bis 80 % zu bewältigen.

Auch sein Navigationssystem ist entsprechend ambitioniert. Der Roboter verbindet ein 360°-3D-LiDAR mit zwei Kameras. Alles, was er zur Orientierung benötigt, ist also direkt an Bord. Er ist somit nicht auf einen satellitengestützten NetRTK-Dienst angewiesen. Die integrierte 4G-Verbindung dient allein der Fernsteuerung und Ortung, nicht der Navigation. Sein doppeltes Mähdeck erreicht eine Schnittbreite von 40 cm – fast doppelt so viel wie die meisten Roboter in diesem Vergleich.

In Kombination mit seinem großzügig dimensionierten Akku konnte er in unserem Test pro Ladung 800 bis 900 m² mähen. Diese Ausdauer ist notwendig, um die angegebenen 5.000 m² zu bewältigen, auch wenn die vollständige Pflege einer so großen Fläche zwangsläufig mehrere Tage beansprucht.

Die hohe Leistung hat allerdings auch Nachteile. Auf feuchten Böden hinterlässt sein Gewicht schnell Spuren, und von Hand lässt er sich nur wenig komfortabel bewegen. Bei einem Preis von 2.999 Euro hätten wir außerdem eine Abdeckung für die Station im Lieferumfang erwartet.

Auf einem flachen, offenen Rasen wäre der Dreame A3 AWD Pro 5000 deutlich überdimensioniert. Seine Stärken spielt er auf großen, abschüssigen und unebenen Grundstücken mit zahlreichen Hindernissen aus.

Das hat uns am Dreame A3 AWD Pro 5000 gefallen

  • Beeindruckender 4×4-Antrieb auf unebenem Gelände und an Steigungen.
  • Schnittbreite von 40 cm, ideal für große Flächen.
  • Vollständig integrierte Navigation mit LiDAR und zwei Kameras, die selbst unter Bäumen und nahe Gebäuden wirksam arbeitet.

Lesen Sie unseren vollständigen Test des Dreame A3 AWD Pro 5000.

Ein Vergleich, der weiter wächst

Diese Auswahl wird regelmäßig durch kommende Tests und neue Modelle auf dem Markt ergänzt. Unser Kaufratgeber für Mähroboter erläutert die Unterschiede zwischen RTK-Antenne, NetRTK, LiDAR und kamerabasierter Navigation und beleuchtet außerdem Antrieb, Kartierung und Apps.

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