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Selbstbewässernder Topf mit Docht: So funktioniert er

Person pflanzt Basilikum in durchsichtigen Pflanzbehälter mit Wasser und Erde auf Holzterrasse.

Ein selbstbewässernder Topf mit Docht trennt den Wasservorrat vom Substrat und nutzt Kapillarwirkung, um Feuchtigkeit nach und nach zu den Wurzeln zu leiten. Dabei kann ein Docht aus saugfähigem Material das Wasser aus dem unteren Reservoir in das Substrat führen.

Wie gelangt Wasser durch den Docht ins Substrat?

Grundlage dieses Verfahrens ist die Kapillarwirkung. Durch sie kann sich Wasser in den engen Zwischenräumen bestimmter Materialien bewegen. Im selbstbewässernden Topf bildet der Docht die Verbindung zwischen Wasservorrat und Substrat, sodass die Feuchtigkeit langsam nach oben transportiert wird.

Das bedeutet nicht, dass der Docht Wasser mechanisch pumpt. Wie viel Wasser weitergeleitet wird, hängt vom verwendeten Material, vom Kontakt zum Substrat und von den Umgebungsbedingungen ab. Deshalb muss der Aufbau sicherstellen, dass der Docht sowohl das Wasser als auch das Substrat ausreichend berührt.

Welches Detail lässt den selbstbewässernden Topf funktionieren?

Der Wasservorrat muss vom grössten Teil des Substrats getrennt sein. Dadurch wird verhindert, dass das gesamte Material dauerhaft unmittelbar mit Wasser in Berührung kommt. Der Docht durchquert diese Trennung und dient als Weg, über den Feuchtigkeit in den Pflanzbereich gelangt.

Es gibt zudem Systeme, bei denen eine Säule aus Substrat eine ähnliche Aufgabe wie ein Docht übernimmt. In beiden Fällen soll das unten gespeicherte Wasser das Kultursubstrat schrittweise erreichen.

Wie baut man einen selbstbewässernden Topf mit Docht?

Verwenden Sie zwei Behälter: Einer dient als Wasservorrat, der andere nimmt das Substrat auf. Fertigen Sie eine Öffnung für den Docht an. Ein Ende muss im Wasser des Reservoirs liegen, während das andere in das Substrat eingeführt wird.

Füllen Sie anschliessend das Substrat in den oberen Behälter und setzen Sie die Pflanze ein. Bevor das System regelmässig genutzt wird, sollte das Substrat angefeuchtet werden, damit sich der Kontakt zwischen Docht und Material leichter einstellt. Füllen Sie den Wasservorrat auf, ohne dass der Wasserstand den grössten Teil des Substrats direkt erreicht.

Welche Pflanzen sollten dieses System nicht nutzen?

Ein selbstbewässernder Topf eignet sich nicht für jede Pflanzenart. Pflanzen, die trockenere Bedingungen bevorzugen oder deren Substrat zwischen den Wassergaben abtrocknen muss, können unter einer kontinuierlichen Feuchtigkeitszufuhr von unten leiden.

Beobachten Sie ausserdem, wie die Pflanze nach dem Aufbau reagiert. Bleibt das Substrat zu nass, verringern Sie die Häufigkeit des Nachfüllens oder passen Sie das System an. Der selbstbewässernde Topf mit Docht ist daher besser für Pflanzen geeignet, die eine gleichmässigere Feuchtigkeit vertragen, und wenn das System auf den Wasserbedarf der jeweiligen Art abgestimmt ist.

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