Pflanzen in Innenräumen mit wenig Licht zu halten, ist längst keine Aufgabe mehr, die nur Gartenfachleuten vorbehalten ist. Arten, die an schattige Standorte angepasst sind, bringen heute selbst in Flure, Bäder und kleine Wohnräume mehr Leben – auch bei kleinen Fenstern oder indirektem Licht. Sie unterstützen die Einrichtung, die Luftqualität und das tägliche Wohlbefinden.
Was sind Pflanzen für wenig Licht und weshalb eignen sie sich so gut für Innenräume?
Pflanzen für lichtarme Standorte können selbst bei schwacher oder indirekter Beleuchtung Photosynthese betreiben, etwa in fensterfernen Ecken oder Räumen, die zu innenliegenden Bereichen ausgerichtet sind. Häufig besitzen sie breite oder dunklere Blätter, welche das vorhandene Tageslicht besser nutzen und die Pflanze länger gesund halten.
Neben ihrer Anpassungsfähigkeit an geringe Helligkeit können viele dieser Arten auch Schwebstoffe aus der Luft filtern. Das kann zu einer besseren Raumluft im Homeoffice oder in kompakten Wohnungen beitragen. In der Innenraumgestaltung sind sie besonders beliebt, weil sie Luftreinigung, eine ansprechende Optik und unkomplizierte Pflege verbinden – auch in einem hektischen Alltag.
Welche Pflanzen für wenig Licht werden in Häusern und Wohnungen am häufigsten verwendet?
Einige Arten zählen in Innenräumen zu den Favoriten, da sie an schattigen Plätzen gut gedeihen und zugleich optisch auffallen. Sie lassen sich problemlos in Töpfen, auf Regalen oder in Raumecken platzieren, sodass sie ohne aufwendige Anpassungen im gesamten Zuhause verteilt werden können.
Zu den gängigen Pflanzen in Einrichtungskonzepten, die wenig Licht und wenig Pflegeaufwand bevorzugen, gehören:
- Glücksfeder – Sie ist besonders robust und kommt in Fluren, Eingangsbereichen sowie Wohnzimmern mit indirektem Licht zurecht. Ihre glänzenden Blätter passen gut zu hellen Möbeln und grossen Bodentöpfen.
- Bogenhanf – Diese Pflanze eignet sich hervorragend für Ecken in Schlaf- und Wohnzimmern sowie für Wohnungseingänge. Sie verträgt trockenere Luft und Temperaturschwankungen. Zudem wird sie oft unter den Pflanzen genannt, die zur Luftreinigung beitragen.
- Efeutute (Epipremnum) – Als Hängepflanze passt sie auf Bücherregale, Wandboards und hohe Schränke. Sie verträgt diffuses Licht und kann an dekorativen Rankhilfen auch als Kletterpflanze gezogen werden.
Pflanzen für wenig Licht richtig giessen und Überwässerung vermeiden
Der häufigste Pflegefehler bei Schattenpflanzen ist zu viel Wasser. Da Feuchtigkeit in Innenräumen langsamer verdunstet, steigt dadurch die Gefahr faulender Wurzeln. Vor dem Giessen sollte deshalb mit den Fingern geprüft werden, ob das Substrat noch feucht ist; die Giesshäufigkeit richtet sich zudem nach Pflanzenart und örtlichem Klima.
Grundsätzlich bevorzugen diese Pflanzen durchlässige Substrate, Töpfe mit Abzugslöchern sowie eine Drainageschicht aus Kieseln oder Blähton am Topfboden. Die Glücksfeder kommt meist mit zweiwöchigem Giessen und nahezu trockenem Substrat gut zurecht. Bogenhanf bevorzugt leicht sandige Erde und mässige Wassergaben, während die Efeutute feuchte, jedoch niemals durchnässte Erde benötigt.
Wo sollten Pflanzen für wenig Licht in dunklen Bereichen der Wohnung stehen?
Auch bei schattenverträglichen Arten beeinflusst der Standort Wachstum und Erscheinungsbild unmittelbar. In Wohnzimmern mit kleinen Fenstern steht die Glücksfeder gut in einer Ecke neben dem Sofa oder Lowboard, wo sie lediglich das einfallende Tageslicht erhält.
In Fluren und Eingangsbereichen kann Bogenhanf in hohen Gefässen den Durchgang markieren, ohne viel visuellen Aufwand zu verursachen. In innenliegenden Bädern und Gäste-WCs wirkt die Efeutute auf erhöhten Regalen mit herabhängenden Trieben besonders dekorativ. Es lohnt sich, unterschiedliche Plätze einige Wochen lang auszuprobieren und dabei Blattfarbe, Glanz und Festigkeit zu beobachten: Diese Merkmale zeigen, ob Licht, Luftfeuchtigkeit und Wassergaben stimmen, damit die Pflanze selbst in dunkleren Ecken attraktiv bleibt.
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