Der Parque das Serras do Porto gilt für die Umweltorganisation Quercus als „ein echter Mehrwert“. Der in Porto ansässige Verein Campo Aberto würdigt zugleich die Bemühungen, Eukalyptusbestände schrittweise durch heimische Wälder zu ersetzen.
Parque das Serras do Porto: Potenzial jenseits des Stadtgrüns
Quercus hebt die Bedeutung des Vorhabens ausdrücklich hervor. „Auch wenn Porto einige interessante Grünflächen hat, steckt in diesem Park wirklich Potenzial, weil man dort einen Naturkontakt erlebt, der ganz anders ist als urbane Natur“, erklärte Pedro Sousa vom Núcleo do Porto.
Campo Aberto mit Sitz in der Rua de Santa Catarina im Stadtzentrum von Porto versteht sich als „Nachbar“ mit direkter Erfahrung. „Schon vor der Gründung des Parks haben wir Wanderungen und Aktionen in dem Gebiet organisiert, das später zum Park werden sollte – besonders in den Fossilzonen. Und wir machen das weiterhin recht regelmässig, aber dann kommen etwa 20 oder 30 Personen“, sagte José Manuel Marques, Vorstandsmitglied des Vereins. „Was die Bevölkerung von Porto betrifft, glaube ich nicht, dass diesem Wert besonders viel Aufmerksamkeit geschenkt wird. Aber das ist nur meine Vermutung“, fügte er hinzu.
Eukalyptus als zentrales Problem im Park
Pedro Sousa erinnert daran, dass etwa die Serra de Santa Justa, die Porto am nächsten liegt, „schon immer ziemlich interessant war, auch geologisch, und das ist so geblieben“. Verloren gegangen sei das nicht; „mit der Ausbreitung der Eukalyptusbestände wurde es für die Menschen aber weniger interessant, dorthin zu gehen“, ergänzte er. Zugleich betonte Sousa, Eukalyptus sei das grösste Problem im Parque das Serras do Porto – „nicht nur wegen seiner Präsenz, sondern auch wegen der Ausdehnung und weil es oft an Bewirtschaftung fehlt“.
Umstieg auf heimische Baumarten
José Manuel Marques hält fest: „Ideal wäre es, die Flächennutzung durch heimische Baumarten zu entwickeln – das bedeutet, wenn möglich, die Eukalyptusbestände und die Kiefer zu beseitigen.“ Er verweist darauf, dass dies „auch die Meinung der Menschen ist, die sich am stärksten“ im Projekt engagieren. Für den Gründer von Campo Aberto ist das der „Weg nicht nur für den Parque das Serras do Porto, sondern für viele andere Regionen“.
Ökosystemleistungen für Porto: Wasser und Kohlenstoff
Quercus unterstreicht, dass „die Umwandlung einiger Flächen mit Eukalyptus und Akazien immer willkommen ist“, gerade in Bergzügen, die „praktisch vom Eukalyptus eingenommen“ sind, als gefährlich gelten und wirtschaftlich wenig einbringen. „Mit artenreichen Wäldern ist das Potenzial an Ökosystemleistungen deutlich höher – sowohl bei der Biodiversität als auch bei der Widerstandsfähigkeit gegenüber Waldbränden“, erklärt die Organisation.
„Man muss der Bevölkerung von Porto vermitteln, dass in diesen Bergen Ökosystemleistungen erbracht werden, die für die Stadt selbst enorm wichtig sind – etwa die Regulierung des Wasserkreislaufs und auch die Aufnahme von Kohlenstoff“, sagt Pedro Sousa.
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