Verstopfte Abflüsse in der Dusche oder am Badwaschbecken sowie eine blockierte Küchenspüle kommen oft unerwartet und bringen den Alltag im Haushalt durcheinander. Viele Fälle lassen sich jedoch in wenigen Minuten beheben – ganz ohne teure Chemikalien oder spezielles Werkzeug. Entscheidend ist, gängige Dinge aus dem Haushalt richtig einzusetzen und im Alltag ein paar einfache Vorsichtsmassnahmen einzuhalten.
Wie lassen sich die häufigsten Ursachen für Verstopfungen im Haushalt erkennen?
Fachleute fürs Rohr- und Abflussreinigen raten als erstes dazu, die Ursache der Blockade einzugrenzen. Im Bad entstehen Verstopfungen meist durch Haare, Seifenreste und kleine Gegenstände, die unbemerkt in den Abfluss geraten.
In der Küche ist in den meisten Fällen Fett der Hauptauslöser: Zusammen mit Speiseresten setzt es sich nach und nach an den Innenwänden der Rohre fest. Wenn klar ist, was den Abfluss bremst, fällt die Auswahl der passenden Methode leichter – und das Risiko, dass sich die Verstopfung wiederholt, sinkt.
Sieh dir ein Video auf dem YouTube-Kanal Radar Caseiro an, das einfache Techniken mit Haushaltsartikeln zeigt, um Haare und Fett ohne grossen Aufwand aus Leitungen zu entfernen:
https://www.youtube.com/watch?v=9jD8XbclF1A
Wie lässt sich der Abfluss im Bad entstopfen, ohne aggressive Mittel zu verwenden?
Im Badezimmer ist der Abfluss typischerweise durch eine Kombination aus Haaren, Seifenresten und Schmutz blockiert, die sich am Gitter und im Siphon sammelt. Profis empfehlen, mit der simpelsten Variante zu beginnen: Abdeckung und den oberen Bereich des Abflusses mit Handschuhen von Hand reinigen; eine direkte Lichtquelle hilft dabei, Ablagerungen besser zu erkennen.
Mit einem provisorischen Haken aus Draht oder einem Stück Kleiderbügel lassen sich sichtbare Reste herausziehen, bevor sie tiefer in die Leitung rutschen. Sitzt die Verstopfung etwas weiter unten, wird häufig warmes Wasser eingesetzt (nicht kochend, um PVC nicht zu beschädigen) – kombiniert mit Luftdruck, indem der Abfluss teilweise mit einem Tuch oder einem Gummipömpel abgedichtet wird.
- Mit dem Pömpel einige Minuten lang abwechselnd Sog- und Druckbewegungen ausführen;
- Bei leichten Verstopfungen eine Mischung aus Natron und Essig anwenden;
- Die Mischung 15 bis 20 Minuten einwirken lassen und anschliessend mit reichlich warmem Wasser nachspülen.
Wie kann man die Küchenspüle mit Dingen entstopfen, die bereits zu Hause vorhanden sind?
Bei der Küchenspüle ist besonders auf verhärtetes Fett zu achten: Es verbindet sich mit Essensresten und bildet innen an den Rohren feste Schichten. Fachleute nennen als häufigsten Fehler, Bratöl und Küchenabfälle direkt in die Spüle zu geben – ein Verhalten, das Blockaden deutlich schneller entstehen lässt.
Ist die Verstopfung bereits da, sollte zuerst der Siphon geprüft werden – das Bauteil in „U“-Form oder als Becher direkt unter der Spüle. Oft sitzt die Blockade genau dort. Dann kann man den Siphon vorsichtig abschrauben, angesammeltes Fett und Schmutz entfernen, das Teil mit warmem Wasser und mildem Spülmittel reinigen und wieder montieren. Danach unbedingt kontrollieren, ob alles dicht ist und kein Wasser austritt.
Welche täglichen Gewohnheiten helfen, neue Verstopfungen zu vermeiden?
Im Bad empfiehlt es sich, Siebe oder Abflussschutzgitter zu montieren, die Haare und kleine Gegenstände zurückhalten – und diese Auffanghilfen regelmässig zu säubern. Ausserdem sollte man Wattestäbchen, Zahnseide, Binden, Feuchttücher und ähnliche Dinge nicht in der Toilette entsorgen, weil dadurch das gesamte System beeinträchtigt werden kann.
In der Küche hilft es, dass Fett nicht in grösseren Mengen in die Leitungen gelangt: Gebrauchte Öle in geeigneten Behältern sammeln und entsorgen und vor dem Abwasch grobe Essensreste von Tellern entfernen. Wer auf Warnzeichen wie langsames Ablaufen, Gluckern und unangenehmen Geruch achtet, kann frühzeitig mit einfachen Methoden reagieren. Bleibt der Erfolg aus, ist professionelle Hilfe sinnvoll, um Schäden an den Leitungen und einen Abwasserrückstau in die Wohnung zu vermeiden.
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