Die Kletterpflanze, die an die Bougainvillea (Drillingsblume) erinnert, ist die Dipladenia, botanisch auch als Mandevilla bekannt. Mit ihren biegsamen Trieben begrünt sie Rankgitter, Geländer und niedrige Mauern; dazu erscheinen über weite Teile des Jahres – vor allem in warmen Regionen – trompetenförmige Blüten in Weiss, Rosa oder Rot.
Warum erinnert die Dipladenia an die Bougainvillea?
Die Dipladenia kann sehr üppig blühen und dadurch kräftige Farbakzente setzen – ähnlich wie die Bougainvillea. Der Unterschied liegt im Aufbau der Pflanze: Statt papierdünner Hochblätter und dorniger Zweige zeigt die Mandevilla echte, röhrenförmige Blüten, glänzend grüne Blätter und Triebe, die sich gezielt an Stützen entlangführen lassen.
Die trompetenförmigen Blüten sitzen einzeln oder in kleinen Büscheln und heben sich deutlich vom Laub ab. In milden bis warmen Klimazonen schiebt die Pflanze über viele Monate immer wieder neue Blüten nach – besonders dann, wenn sie ausreichend Licht bekommt.
- Blüten in Weiss, Rosatönen oder Rot
- Grüne, feste und glänzende Blätter
- Flexible Triebe, die sich um Stützen winden
- Lange Blütezeit in den warmen Monaten
- Kultur möglich im Topf sowie an Geländern und Rankgittern
Erleichtert das Fehlen von Dornen die Pflege?
Weil sie nicht die für Bougainvillea typischen Dornen hat, lässt sich die Dipladenia in engen Durchgängen, auf Balkonen und in kleinen Gärten einfacher anbinden und schneiden. Das minimiert Kratzer bei der Pflege, macht sie aber nicht automatisch unbedenklich: Der milchige Pflanzensaft kann die Haut reizen, und Blätter sowie Blüten sollten ausser Reichweite von Kindern und Haustieren bleiben.
Wie viel Sonne und Wasser braucht diese Kletterpflanze?
Am zuverlässigsten blüht die Pflanze in voller Sonne oder in heller Halbschattenlage, mit mehreren Stunden intensiven Lichts pro Tag. Steht sie zu dunkel, strecken sich die Triebe häufig auf der Suche nach Helligkeit, während die Knospenbildung spürbar nachlässt.
Das Substrat sollte gleichmässig leicht feucht sein, jedoch niemals nass. Die Wurzeln der Dipladenia reagieren empfindlich auf Staunässe; deshalb braucht der Topf freie Abzugslöcher und einen gut durchlässigen Boden, der überschüssiges Wasser rasch abführt.
- Den Topf hell stellen und vor Frost schützen
- Giessen, sobald die oberste Erdschicht antrocknet
- Kein Wasser im Untersetzer stehen lassen
- Ein lockeres, nährstoffreiches Substrat mit viel organischer Substanz verwenden
- In kalten oder sehr regnerischen Phasen weniger giessen
Schnitt und Rankhilfe halten die Triebe in Form
Ein Rankgitter, Geländer oder gespannte Drähte helfen dabei, die Triebe zu leiten, ohne sie zu knicken. Beim Auslichten werden trockene, schwache oder sich kreuzende Zweige entfernt; ein leichter Rückschnitt der Spitzen fördert neue Verzweigungen. Auch andere Kletterpflanzen, die über viele Monate blühen, sind auf dieses Anbinden angewiesen, damit die Fläche gleichmässig bewachsen wird.
Welche Massnahmen halten die Dipladenia das ganze Jahr kräftig?
Im Frühjahr und Sommer unterstützt ein ausgewogener Dünger für Blühpflanzen die Bildung von Wurzeln, Trieben und Knospen. Präparate mit Phosphor und Kalium können die Blüte begünstigen – vorausgesetzt, sie werden in der angegebenen Menge ausgebracht und niemals auf ausgetrocknete Wurzeln gegeben.
Im Winter verlangsamt sich das Wachstum in kälteren Regionen meist deutlich; dann braucht die Pflanze weniger Wasser und Schutz vor niedrigen Temperaturen. Mit genügend Licht, moderatem Rückschnitt und regelmässigen Kontrollen auf Schildläuse und Blattläuse bleibt die Dipladenia dicht belaubt und startet schnell wieder mit der Blütenbildung, sobald es wärmer wird.
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