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Wurzelfäule durch Überwässerung: So retten Sie Pflanzen mit dem Antrocknen der Wurzeln

Person bereitet Zimmerpflanze zum Umtopfen vor, hält Wurzelballen über Zeitung auf Holztisch mit Gartengeräten.

Zu viel zu giessen gehört zu den häufigsten Fehlern bei der Pflanzenpflege – und ist zugleich eine der wichtigsten Ursachen für Wurzelfäule. Bleibt die Erde über längere Zeit durchnässt, bekommen die Wurzeln nicht mehr genug Sauerstoff. Dadurch haben Pilze und Bakterien leichtes Spiel. Die gute Nachricht: Wird das Problem früh erkannt, lassen sich viele Pflanzen noch retten. Ein bewährter Kniff erfahrener Gärtnerinnen und Gärtner ist, die Wurzeln vor dem Umtopfen einige Stunden antrocknen zu lassen. So wird überschüssige Feuchtigkeit reduziert und Schnittstellen können besser abheilen.

Woran erkennt man, ob die Pflanze faulende Wurzeln hat?

Die ersten Hinweise zeigen sich meist an den Blättern. Obwohl das Substrat feucht ist, können Blätter gelb werden, schlapp hängen oder scheinbar grundlos abfallen. Häufig verlangsamt sich ausserdem das Wachstum.

Wenn man die Pflanze aus dem Topf nimmt, wird der Unterschied meist sehr deutlich: Gesunde Wurzeln sind hell und fest. Von Fäule betroffene Wurzeln sind dagegen oft dunkel, weich und verströmen einen unangenehmen Geruch.

Welcher Trick wird genutzt, um die Pflanze zu retten?

Die Vorgehensweise braucht etwas Ruhe und Sorgfalt, kann die Chancen aber spürbar verbessern – vorausgesetzt, es sind noch gesunde Wurzeln vorhanden.

Im Kern geht es darum, alles geschädigte Gewebe konsequent zu entfernen und die Feuchtigkeit zu senken, bevor die Pflanze in frisches Substrat kommt.

  • Pflanze vorsichtig aus dem Topf nehmen.
  • Das komplett durchnässte Substrat von den Wurzeln entfernen.
  • Dunkle, weiche oder übel riechende Wurzeln mit einer sauberen, desinfizierten Schere abschneiden.
  • Nur feste, helle Wurzeln stehen lassen.
  • Die Wurzeln einige Stunden an einem luftigen Ort antrocknen lassen, ohne direkte Sonneneinstrahlung.
  • Anschliessend in ein neues, lockeres und gut durchlässiges Substrat setzen und einen Topf mit Abzugslöchern verwenden.

Was ist nach dem Umtopfen zu beachten?

Ein typischer Fehler ist es, direkt nach dem Umtopfen zu giessen. Besser ist es, mit der ersten Wassergabe einige Tage zu warten. So können die Schnittstellen an den Wurzeln abtrocknen und das Risiko für Pilzinfektionen sinkt.

Danach sollte nur gegossen werden, wenn das Substrat beginnt abzutrocknen. Wie oft das nötig ist, hängt von Pflanzenart, Klima und Erdmischung ab – deshalb ist es sinnvoll, die Feuchtigkeit vor jedem Giessen zu prüfen.

  • Immer einen Topf mit guter Drainage nutzen.
  • Kein Wasser im Untersetzer stehen lassen.
  • Nur giessen, wenn das Substrat teilweise trocken ist.
  • Die Pflanze je nach Bedarf der Art an einen hellen Standort stellen.
  • Mit dem Düngen warten, bis wieder neues Wachstum sichtbar ist.
  • Stark beschädigte Blätter entfernen, um die Pflanze zu entlasten.

Können sich alle Pflanzen erholen?

Nicht in jedem Fall. Sind nahezu alle Wurzeln verfault, ist eine Rettung unter Umständen nicht mehr möglich. Bleibt jedoch ein Teil des Wurzelsystems gesund, erhöht dieses Vorgehen die Überlebenschancen deutlich.

Je früher Wurzelfäule entdeckt wird, desto grösser ist die Wahrscheinlichkeit, dass die Pflanze neue Wurzeln bildet und wieder gesund weiterwächst.


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