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7 Blumen, die du im März aussäen solltest

Frau gießt Blumensamen in ein Hochbeet, daneben Samenpäckchen, kleine Töpfe und blühende Pflanzen.

Viele Hobbygärtner warten im März noch ab – erfahrene Gartenfans dagegen starten bereits. Denn wer jetzt gezielt bestimmte Blumen aussät, sorgt dafür, dass der Garten ab Juni bis weit in den Herbst hinein durchgehend blüht. Mit einer durchdachten Aussaat entstehen keine kahlen Stellen in den Beeten, stattdessen kommt ein regelrechtes Farbenfeuerwerk direkt vor die Tür – ohne besondere Profi-Ausrüstung.

Warum der März zum Geheimtipp für Sommerblumen wird

Im März wirkt vieles draussen noch blass und wie im Winterschlaf: Die Tage nehmen zwar zu, die Sonne zeigt sich öfter, doch nachts ist es weiterhin kühl. Gerade in kälteren Regionen können Spätfröste bis in den April hinein auftreten. Genau diese Mischung macht den Monat für Hobbygärtner so interessant.

Routiniers nutzen diese Phase, um Sommerblumen vorzuziehen. Gesät wird in kleine Töpfe, Schalen oder Multitopfplatten – geschützt im Haus, im Gewächshaus oder auf einer hellen Fensterbank. So bekommen die Samen einen zeitlichen Vorsprung, ohne dem wechselhaften Wetter ausgesetzt zu sein.

"Wer im März clever vorzieht, startet mit kräftigen Jungpflanzen in die Saison – und hat im Sommer deutlich früher und länger Blüten."

Viele typische Sommerblumen wie Zinnien oder Kapuzinerkresse danken den frühen Start mit einer Blüte, die sich über Monate zieht. So lassen sich die berüchtigten „Blühpausen“ vermeiden, in denen Beete im Juli oder August plötzlich leer aussehen – obwohl eigentlich Hochsaison wäre.

Die Sache mit dem Saatgut: worauf sich Gärtner inzwischen verlassen

Das kennen viele: Man sät eine ganze Tüte aus, pflegt gewissenhaft – und am Ende wachsen nur wenige kümmerliche Pflänzchen. Frust ist dann fast sicher. Oft liegt es nicht nur an der Pflege, sondern bereits an der Auswahl des Saatguts.

Deshalb greifen immer mehr Gartenfreunde zu samenfesten Sorten. Aus ihnen lässt sich später wieder Saatgut gewinnen, das im nächsten Jahr erneut ausgesät werden kann. Wer im Sommer reife Samenstände an der Pflanze belässt und später erntet, baut sich nach und nach eine kleine, eigene Samenbank auf.

Hinzu kommt: Saatgut, das über Generationen in der Region gewonnen wird, passt sich häufig immer besser an Boden und Klima an. Viele Gärtner berichten, dass solche Pflanzen robuster sind, stärker wachsen und Wetterextreme besser wegstecken.

Sehr gefragt sind ausserdem Saatgut-Tauschaktionen – etwa in Nachbarschaftsgärten, Bibliotheken oder gemeinschaftlichen Projekten. Dort werden selbst gesammelte Samen kostenlos weitergegeben. So landet oft eine spannende, ungewöhnliche Mischung im Beet, die man im Baumarktregal kaum entdecken würde.

Die 7 Blumen, die du im März aussäen solltest

Für einen farbenfrohen, duftenden und lebendigen Sommer muss man nicht unzählige Sorten ausprobieren. Schon wenige bewährte Blumen reichen, um Beete, Kübel und Balkonkästen bis in den Herbst hinein attraktiv zu halten. Hier kommen sieben Favoriten, die sich besonders gut für die Aussaat im März eignen.

1. Zinnien – Farbbomben fürs Sonnenbeet

Zinnien sind echte Klassiker unter den Sommerblumen. Sie mögen Wärme und einen Platz in voller Sonne. Das Farbspektrum reicht von sanften Pastelltönen bis zu kräftigem Neonpink. Ideal, wenn der Garten auf Fotos wirken soll oder wenn du regelmässig bunte Sträusse schneiden möchtest.

  • Aussaat: im März in Töpfen im Haus, später ab Ende Mai ins Beet pflanzen
  • Standort: sonnig, windgeschützt, nährstoffreicher Boden
  • Nutzen: ideale Schnittblume, monatelange Blüte bei regelmäßigem Ausputzen

2. Duftwicken – Kletterkünstler mit Nostalgiearoma

Duftwicken (auch Edelwicken genannt) holen den typischen „Grossmuttergarten“-Duft zurück. Als Rankpflanzen erklimmen sie Zäune, Rankgitter oder sogar alte Äste. Die Blüten riechen intensiv und machen sich hervorragend als kleine Schnittblumen für Vasen in der Wohnung.

Die Samen besitzen eine harte Schale. Viele Gärtner weichen sie vor der Aussaat über Nacht in lauwarmem Wasser ein, damit sie schneller keimen. Wer Duftwicken regelmässig schneidet, verhindert die Samenbildung – und kann die Blütezeit deutlich verlängern.

3. Kapuzinerkresse – essbare Farbenpracht

Kapuzinerkresse ist ein echtes Multitalent: Je nach Sorte wächst sie bodendeckend oder kletternd. Die runden Blätter und die leuchtenden Blüten in Gelb, Orange und Rot fallen sofort ins Auge – und sind zudem vollständig essbar. Blätter und Blüten schmecken leicht scharf und passen prima zu Sommersalaten.

Zusätzlich gilt Kapuzinerkresse als „Zeigerpflanze“ für Blattläuse. Sie zieht die Schädlinge an und lenkt sie damit von empfindlicheren Gemüsepflanzen ab.

4. Goldlack – intensiver Duft für kühle Abende

Goldlack, den man häufig in Mauerritzen oder in älteren Hofgärten findet, bringt einen kräftigen, warmen Duft ins Beet. Vor allem abends oder an milden Frühlingstagen ist das Aroma besonders deutlich.

Die Pflanzen eignen sich gut für den Beetrand sowie für Kübel auf Balkon und Terrasse. Zusammen mit Tulpen und Stiefmütterchen entsteht bereits im späten Frühling ein stimmiges, üppiges Blütenbild.

5. Mädchenauge – gelbe Sonnen für dauerblühende Beete

Das Mädchenauge (Coreopsis) wirkt zunächst eher schlicht, kann aber ganze Flächen zum Strahlen bringen. Die gelben bis orangefarbenen Blüten erinnern an kleine Sonnen und locken viele Insekten an.

Ausserdem sind die Pflanzen vergleichsweise pflegeleicht, kommen auch mit trockeneren Böden zurecht und blühen sehr lange, wenn Verblühtes konsequent entfernt wird.

6. Jungfer im Grünen – zarter Wildgarten-Look

Die Jungfer im Grünen (Nigella) wirkt fast wie aus einem alten Märchen: Zartes, fadenförmiges Laub umrahmt die Blüten in Weiss, Rosa oder Blau. Nach der Blüte entstehen dekorative Samenkapseln, die sich gut für Trockensträusse verwenden lassen.

In naturnahen Beeten oder zwischen Stauden bringt sie Leichtigkeit und einen wilden Charme. Wenn man sie aussamen lässt, taucht sie häufig von selbst im nächsten Jahr wieder auf.

7. Mohn – für den kurzen, aber magischen Moment

Mohn steht für genau diesen einen perfekten Sommermorgen, an dem die Blüten wie aus Seide wirken. Zwar halten einzelne Blüten nur wenige Tage, doch bei genügend Pflanzen gehen ständig neue Knospen auf. Dadurch bleibt das Beet über Wochen hinweg abwechslungsreich.

Viele Mohnarten säen sich selbst aus, wenn die Samenkapseln nicht sofort entfernt werden. So „wandert“ der Mohn mit den Jahren durch den Garten und erscheint dort, wo er sich am wohlsten fühlt.

Drinnen vorziehen oder draußen säen?

Ob du besser im Haus oder direkt im Beet aussäst, hängt stark von deiner Region ab. Wo der Frühling lang und kalt ist, lohnt sich die Aussaat in Schalen oder kleinen Töpfen im Innenbereich. Nach den Eisheiligen Mitte Mai dürfen die Jungpflanzen dann in den Garten umziehen.

In milderen Gegenden können robustere Arten wie Mohn oder Jungfer im Grünen oft schon direkt ins Freiland. Wichtig ist, dass der Boden nicht mehr komplett durchnässt ist und sich bereits etwas erwärmt hat.

Blume Empfohlene Aussaat im März Besonderheit
Zinnien im Haus vorziehen starke Schnittblume
Duftwicken im Haus oder kühlem Frühbeet intensiver Duft
Kapuzinerkresse im Topf vorziehen oder direkt im Kübel essbare Blüten
Goldlack geschützt aussäen starker Blütenduft
Mädchenauge im Haus oder Frühbeet lange Blütezeit
Jungfer im Grünen im Haus oder direkt ins Beet selbstaussäend
Mohn eher direkt ins Beet natürliche Wiesenoptik

Praxis-Tipps für starke Jungpflanzen

Damit aus der Aussaat kräftige Jungpflanzen werden, helfen ein paar Grundlagen. Nutze eine lockere, eher magere Anzuchterde statt schwerer Blumenerde mit viel Dünger – sonst können die feinen Wurzeln leicht Schaden nehmen. Die Samen werden je nach Sortenangabe nur sanft angedrückt oder ganz dünn mit Erde bedeckt.

Beim Giessen ist Fingerspitzengefühl gefragt: Das Substrat sollte feucht sein, aber nie nass. Besonders gut klappt das mit einer Sprühflasche oder einer feinen Brause. Direkte Heizungswärme ist ungünstig; ideal ist ein heller, eher kühler Standort. Sobald die ersten Blätter da sind, sollten die Töpfe gelegentlich gedreht werden, damit die Pflanzen nicht einseitig zum Fenster wachsen.

Warum sich die Mühe langfristig mehrfach auszahlt

Wer einmal gesehen hat, wie ein Beet mit selbst vorgezogenen Blumen über Monate hinweg blüht, bleibt meist dabei. Man begleitet die Pflanzen praktisch „von klein auf“ und entwickelt ein anderes Gespür für den eigenen Garten. Viele stellen dabei fest, wie eng Wetter, Boden und Sortenwahl miteinander zusammenhängen.

Ausserdem wird der Garten spürbar lebendiger: Bienen, Hummeln, Schmetterlinge und andere Nützlinge finden in einer bunten Mischung reichlich Nahrung. Gerade Zinnien, Mädchenauge oder Jungfer im Grünen gelten als echte Insektenmagnete.

Wer mit bestimmten Sorten gute Erfahrungen gemacht hat, sammelt im Spätsommer die reifen Samen. So entsteht nach und nach eine persönliche Mischung, die genau zum eigenen Garten passt. Damit wird der März jedes Jahr erneut zum Startsignal für ein neues, farbenfrohes Experiment – mit erstaunlich wenig Aufwand, aber grosser Wirkung.


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