Wer zu Hause eine Decke nutzt, kennt oft ein wiederkehrendes Ärgernis: Kaum kommt das Stück aus der Waschmaschine, verliert es plötzlich viele Flusen, verteilt Fussel auf dem Boden und kann sogar den Filter des Geräts zusetzen. Dieses Problem hängt unter anderem vom gewählten Waschprogramm, der Art des Waschmittels, dem Material der Decke und auch von der Trocknung ab – lässt sich aber mit ein paar einfachen Anpassungen in der Waschroutine deutlich verringern.
Warum verliert die Decke nach dem Waschen so viele Flusen?
Dass nach dem Waschgang besonders viele Flusen auftreten, ist vor allem eine Folge mechanischer Beanspruchung der Fasern. Das wird noch verstärkt, wenn die Maschine mit hoher Drehzahl arbeitet und dabei viel Schaum entsteht. Bei älteren oder bereits stark genutzten Geräten zeigt sich das meist deutlicher – dann treten Fussel oft in grösserer Menge auf.
Hinzu kommt: Rückstände von Waschpulver, die sich zwischen den Fasern ablagern, können das Gewebe verhärten und begünstigen, dass bei den nächsten Wäschen noch mehr Flusen entstehen. Sehr heisses Wasser, stark konzentrierte Produkte und eine überfüllte Trommel erhöhen ebenfalls die Reibung und beschleunigen das Aufbrechen der Fasern.
Wie wirken hohe Schleuderdrehzahl und Waschpulver auf die Fasern der Decke?
Trifft eine hohe Schleuderdrehzahl auf eine grosse Menge Waschpulver, wird die Decke stark zusammengedrückt und verdreht. Dabei reissen feine Mikrofasern, die anschliessend als Fussel sichtbar werden. Löst sich das Waschpulver nicht vollständig, bleiben Partikel in der Struktur hängen, trocknen das Material aus und erleichtern das Brechen der Fäden bei späteren Waschgängen.
Um die Belastung zu reduzieren, raten viele Hersteller zu schonenderen Programmen: mittlere oder niedrige Schleuderzahlen und möglichst Flüssigwaschmittel. Ausserdem helfen ein paar konkrete Stellschrauben, damit die Struktur der Decke besser erhalten bleibt:
- Das Programm für Feinwäsche wählen oder – falls vorhanden – ein spezielles Decken-Programm.
- Die Schleuderdrehzahl reduzieren, auch wenn sich die Trocknungszeit dadurch etwas verlängert.
- Das Waschmittel passend zur vom Hersteller angegebenen Wassermenge dosieren.
- Auf aggressive Zusätze verzichten, etwa chlorhaltige Bleichmittel bei farbigen oder synthetischen Textilien.
Unterschiede zwischen Mikrofaser, Sherpa und Wolle bei der Wäschepflege?
Das Material entscheidet wesentlich darüber, wie die Decke auf die Wäsche reagiert – und wie viele Flusen sie abgibt. Mikrofaser (meist Polyester) ist leicht und robust, neigt aber zu Knötchen und Fusseln, wenn sie hohen Temperaturen oder sehr langen Waschgängen ausgesetzt wird.
Sherpa-Decken ahmen Schafwolle nach und haben einen hohen, dichten Flor. Sie sind besonders kuschelig, reagieren jedoch empfindlich auf Reibung und intensives Schleudern. Naturwolle oder Mischwolle kann dagegen einlaufen, verfilzen und ebenfalls Fasern verlieren, wenn sie zu heiss oder mit ungeeigneten Programmen gewaschen wird.
Welche Gewohnheiten reduzieren Flusen, schützen die Maschine und verlängern die Lebensdauer der Decke?
Eine Decke zusammen mit Handtüchern zu waschen ist verbreitet – verschärft aber oft das Flusenproblem. Handtücher haben eine frottierte Oberfläche und wirken in der Trommel wie „weiches Schleifpapier“. Zudem belastet die Kombination schwerer Teile den Motor stärker, erhöht die Bewegung in der Trommel und steigert so den Faserabrieb.
Wer Flusen reduzieren, einen verstopften Maschinenfilter vermeiden und die Weichheit länger erhalten möchte, sollte daher immer das Pflegeetikett prüfen, die Decke allein oder nur mit Textilien ähnlicher Struktur waschen, den Filter nach schwereren Waschgängen reinigen und an einem luftigen, schattigen Ort trocknen. Dabei hilft es, die Decke mehrmals zu wenden, damit sich keine Feuchtigkeit staut und keine Gerüche entstehen.
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