Schimmel an der Wand entsteht, wenn Schimmelsporen auf Feuchtigkeit treffen, kaum Luftaustausch vorhanden ist und die Oberfläche passende Bedingungen zum Wachsen bietet. Das Entfernen des Flecks verbessert zwar das Raumklima, doch der Erfolg bleibt nur kurzfristig, wenn die Ursache – etwa eine Durchfeuchtung, ein Leck oder Kondenswasser – weiterhin besteht und den Pilz „füttert“.
Was sollte man vor dem Start der Reinigung prüfen?
Bevor Sie loslegen, klären Sie zunächst, wie gross der Befall ist, und versuchen Sie nachzuvollziehen, woher die Feuchtigkeit kommt. Kleine Flecken auf robusten, abwischbaren Oberflächen lassen sich oft selbst behandeln. Grossflächige Stellen, bereits angegriffene Wände oder immer wiederkehrender Schimmel können dagegen eine fachgerechte Reparatur erforderlich machen.
- Suchen Sie nach Undichtigkeiten an Dach, Leitungen und Fenstern;
- achten Sie in Bad und Küche auf typische Kondenswasser-Spuren;
- rücken Sie Möbel von der Wand ab, um verdeckte Bereiche zu kontrollieren;
- tragen Sie Handschuhe, Augenschutz und eine geeignete Maske;
- lüften Sie, indem Sie Türen und Fenster öffnen, bevor Sie ein Mittel auftragen;
- halten Sie Kinder und Haustiere während der Reinigung fern.
Wie entfernt man einen kleinen Schimmelfleck von der Wand?
Befeuchten Sie die betroffene Stelle, bevor Sie schrubben, damit sich Sporen nicht unnötig in der Raumluft verteilen. Bei einer abwaschbaren Oberfläche verwenden Sie Wasser mit Spülmittel, reiben vorsichtig mit einem Schwamm oder einer weichen Bürste und nehmen gelöste Rückstände anschliessend mit einem sauberen Tuch ab. Danach muss die Wand vollständig trocknen.
Wie sich Schimmelflecken am besten entfernen lassen, hängt auch von Farbe und Wandbelag ab. Testen Sie jede Lösung vorab an einer unauffälligen Stelle, weil aggressive Produkte die Farbe ausbleichen oder die Oberfläche beschädigen können.
Welche Fehler sollte man bei der Reinigung vermeiden?
Ein häufiger Fehler ist, den Fleck einfach zu überstreichen. Farbe verdeckt das Problem nur kurzzeitig und kann sich ablösen, wenn weiterhin Feuchtigkeit durch die Wand zieht. Ebenso sollte Schimmel nicht im komplett trockenen Zustand abgekratzt oder abgebürstet werden.
- Mischen Sie Chlorbleiche niemals mit Essig, Ammoniak oder Reinigern;
- tragen Sie nicht mehrere Produkte gleichzeitig auf;
- schleifen Sie eine schimmelige Wand nicht ohne Schutz und ohne Staubkontrolle;
- stellen Sie Möbel erst zurück, wenn die Fläche wirklich trocken ist;
- verwenden Sie keine Anti-Schimmel-Farbe, um eine Durchfeuchtung zu kaschieren;
- nutzen Sie verunreinigte Tücher nicht erneut, ohne sie gründlich zu waschen.
Wann kann Chlorbleiche eingesetzt werden?
Chlorbleiche ist nicht bei jeder Reinigung nötig und dringt in poröse Materialien oft nicht ausreichend ein. Bei gestrichenen Wänden und widerstandsfähigen Oberflächen ist es sinnvoller, mit Wasser und Spülmittel zu beginnen, den Schimmel mechanisch zu entfernen und die Stelle anschliessend zu trocknen. Gipskartonplatten, Tapeten und andere stark kontaminierte Materialien müssen unter Umständen ersetzt werden.
Wenn ein chlorhaltiges Produkt verwendet wird, halten Sie sich exakt an die Verdünnung auf dem Etikett, sorgen Sie für gute Lüftung und tragen Sie Schutz. Chlorbleiche niemals mit einem anderen Reinigungsmittel mischen, da dabei gefährliche Gase entstehen können.
Wie verhindert man, dass Schimmel wiederkommt?
Der wichtigste Punkt ist die Kontrolle der Feuchtigkeit. Beheben Sie Durchfeuchtungen, nutzen Sie Abluft in Bad und Küche, lüften Sie täglich und lassen Sie zwischen Möbeln und kalten Wänden Abstand. Nasse Flächen sollten zügig getrocknet werden, damit der Pilz keine günstigen Bedingungen zum erneuten Wachstum findet.
Wenn der Fleck nach kurzer Zeit wieder erscheint, ein starker Modergeruch vorhanden ist oder die betroffene Fläche in Richtung 1 Quadratmeter geht, ist professionelle Hilfe ratsam. Erst wenn die Ursache beseitigt ist, die Oberfläche gereinigt wurde und komplett durchgetrocknet ist, sollten Grundierung/Sperrgrund aufgetragen und die Wand neu gestrichen werden.
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