Zum Inhalt springen

Orangenschale mit Natron mixen: Anwendung, Rezept und Hinweise

Hände legen Orangenschalen in ein Glas über der Küchenspüle, daneben Backpulver und Orangen auf Schneidebrett.

Wer Orangenschale mit Natron im Mixer püriert, erhält eine leicht abrasive, angenehm zitronig duftende Paste, die beim Entfernen von Fettfilmen und Küchengerüchen unterstützen kann. Die Mischung nutzt Küchenreste sinnvoll, sollte aber nur in kleinen Mengen frisch angerührt, ausschliesslich auf geeigneten Oberflächen getestet und als Reiniger für die laufende Pflege eingesetzt werden – nicht als Desinfektionsmittel.

Wofür ist das Mischen von Orangenschale und Natron gut?

In der äusseren Schale stecken aromatische Öle, darunter Limonen, das dabei helfen kann, fettige Rückstände anzulösen. Natron sorgt für eine milde Scheuerwirkung und kann bestimmte Gerüche neutralisieren. Durch das Pürieren entsteht zudem eine streichfähige Masse, die sich leicht verteilen lässt.

  • Hilft, leichte Fettspuren am Herd zu lösen;
  • Unterstützt beim Ablösen von Rückständen an robusten Behältern;
  • Kann Gerüche in bereits gereinigten Mülleimern reduzieren;
  • Verwertet Schalen, die sonst im Abfall landen würden;
  • Hinterlässt vorübergehend einen Zitrusduft im Raum;
  • Ergänzt die Reinigung mit Spülmittel.

Wie bereitet man die Mischung zu, ohne es mit den Mengen zu übertreiben?

Waschen Sie die Schale einer Orange gründlich, schneiden Sie sie klein und geben Sie sie mit etwa 120 ml Wasser in den Mixer. Pürieren Sie, bis eine dickliche Mischung entsteht, und rühren Sie dann nach und nach 1 Esslöffel Natron ein – dabei kann sich Schaum bilden.

Für die Anwendung kann die selbst gemachte Orangen-Schalen-Mischung beim Putzen zusätzlich mit ein paar Tropfen mildem Spülmittel kombiniert werden. Salz, Alkohol, Essig oder andere Reiniger sind nicht nötig: Komplexere Mischungen lassen sich schlechter kontrollieren und können Materialien eher angreifen.

Wo kann der Orangenreiniger verwendet werden?

Bevor Sie den Reiniger grossflächig einsetzen, testen Sie ihn an einer kleinen, unauffälligen Stelle. Auf robusten Flächen tragen Sie nur eine kleine Menge mit einem weichen Schwamm auf, lassen sie wenige Minuten einwirken und wischen anschliessend gründlich mit einem feuchten Tuch nach, damit keine Partikel von Schale oder Natron zurückbleiben.

  • Roste und emaillierte Herdteile im kalten Zustand;
  • stabile Kunststoffdosen mit Essensgeruch;
  • auswaschbare Mülleimer nach dem Entfernen der Abfälle;
  • Edelstahlspülen, ohne stark zu scheuern;
  • Fliesen und Keramik ohne empfindliche Oberfläche;
  • geeignetes Kochgeschirr gemäss Herstellerhinweis.

Welche Oberflächen können Schaden nehmen?

Natron kann auf glänzenden Materialien Spuren hinterlassen, wenn man wiederholt kräftig scheuert. Verwenden Sie die Mischung daher nicht auf Displays, unbehandeltem Holz, Antihaft-Pfannen, lackierten Oberflächen, empfindlichem Acryl oder überall dort, wo die Pflegehinweise abrasive Mittel ausdrücklich ausschliessen.

Auch bei Marmor, unversiegeltem Granit und anderen sensiblen Natursteinen ist Vorsicht angebracht, weil Zitrusreste und Feuchtigkeit die Oberfläche verfärben können. Aluminium, Kupfer und dekorative Metalle können an Glanz verlieren oder sich verändern. Bei Glaskeramik-Kochfeldern ist es besser, das vom Hersteller empfohlene Produkt zu nutzen, um Mikrokratzer zu vermeiden.

Warum sollte die Mischung nur für den sofortigen Gebrauch hergestellt werden?

Zerkleinerte Schale mit Wasser ergibt ein leicht verderbliches Produkt – ohne Konservierung, die die Vermehrung von Pilzen und Bakterien zuverlässig stoppt. Deshalb ist es nicht ratsam, grössere Mengen über Wochen aufzubewahren oder das Rezept als 90 Tage haltbar anzusehen. Bereiten Sie nur so viel zu, wie Sie benötigen, entsorgen Sie Reste und reinigen Sie den Mixer direkt danach.

Der Reiniger aus Orangenschale desinfiziert die Küche ausserdem nicht automatisch. Entfernen Sie zunächst Schmutz mit Spülmittel; wenn eine Desinfektion erforderlich ist, verwenden Sie dafür separat ein zugelassenes Produkt und beachten Sie die Angaben auf dem Etikett. Mischen Sie diese Rezeptur niemals mit Chlorreiniger, Ammoniak, Säuren oder anderen Reinigungsmitteln.


Kommentare

Noch keine Kommentare. Sei der Erste!

Kommentar hinterlassen