Die French Press hat sich bei vielen etabliert, die Kaffee aufbrühen möchten, ohne ständig Einwegfilter nachkaufen zu müssen. Das Kännchen arbeitet mit einem Stempel und einem Metallsieb, das den Kaffeesatz von der Flüssigkeit trennt. Weil dabei ein Teil der natürlichen Öle aus der Bohne in der Tasse bleibt, entsteht nach wenigen Minuten Ziehzeit ein spürbar kräftigerer Kaffee.
Warum kommt die French Press ohne Papierfilter aus?
Bei dieser Zubereitungsart kommt der gemahlene Kaffee direkt in das Gefäss und wird mit heissem Wasser übergossen. Nach ungefähr vier Minuten wird der Stempel langsam nach unten gedrückt: Das Metallsieb schiebt den Satz nach unten, während der Kaffee oben bleibt und sofort serviert werden kann.
Da kein Papier verwendet wird, lässt sich die Kanne ausspülen und über Jahre hinweg immer wieder nutzen. Das senkt laufende Ausgaben für Filter und verhindert zugleich, dass die Zubereitung ausgerechnet dann scheitert, wenn die Packung mit Einwegfiltern leer ist.
Schmeckt Kaffee durch das Metallsieb anders?
Papierfilter halten einen Teil der Öle und sehr feinen Partikel zurück. Ein Metallsieb lässt einen Anteil davon durch – dadurch wirkt der Kaffee oft voller, mit intensiverer Textur und klarer wahrnehmbarem Körper. Für ein kontrollierbares Ergebnis helfen ein paar Punkte:
- Wähle eine grobe Mahlung, etwa wie grobes Meersalz;
- meide zu feines Pulver, das durch das Sieb rutscht und Bodensatz bildet;
- halte dich an rund vier Minuten Ziehzeit;
- drücke den Stempel langsam herunter, ohne übermässigen Druck;
- schenke den Kaffee direkt nach dem Herunterdrücken aus.
Welche Wassertemperatur ist ideal?
Geeignet ist Wasser im Bereich von 80 °C bis 90 °C; es muss während der Zubereitung nicht sprudelnd kochen. Eine einfache Methode: die Hitze abstellen, sobald die ersten Bläschen aufsteigen, dann ein paar Sekunden warten und erst danach über das Kaffeemehl giessen.
Ist das Wasser zu heiss, lösen sich Bitterstoffe besonders schnell – vor allem bei sehr dunkel gerösteten Bohnen oder wenn zu fein gemahlen wurde. Ist es dagegen zu kühl, wird der Kaffee eher dünn, weniger aromatisch und die Säure tritt deutlicher hervor.
Kaffee in der French Press zubereiten
Das Mischverhältnis lässt sich nach persönlichem Geschmack anpassen. Als verbreiteter Startwert gelten etwa 10 Gramm Kaffee pro 100 Milliliter Wasser. Der Ablauf ist unkompliziert und funktioniert ohne Strom:
- Erhitze das Wasser, ohne es lange stark kochen zu lassen;
- gib grob gemahlenen Kaffee in das Gefäss;
- giesse das Wasser dazu und rühre vorsichtig um;
- setze den Deckel auf, ohne den Stempel herunterzudrücken;
- warte ungefähr vier Minuten;
- drücke den Stab langsam nach unten und serviere den Kaffee.
Kann das Utensil unterm Strich günstiger sein?
Einfache Modelle sind teils schon für etwa R$ 30 zu finden; grössere Varianten oder Ausführungen mit dickerem Glas und Edelstahl liegen darüber. Weil die wiederverwendbare Kaffeemaschine keine Papierfilter benötigt, kann sich die Anschaffung bei regelmässiger Nutzung rechnen – vorausgesetzt, Glas, Sieb und Stempel werden sorgfältig behandelt.
Nach jedem Brühvorgang sollte der Kaffeesatz entfernt und das Metallsieb gründlich gespült werden, damit sich keine Öle ablagern. Mit grober Mahlung, passender Wassertemperatur und vier Minuten Kontaktzeit liefert die French Press einen vollmundigen Kaffee – ganz ohne Einwegpapier.
Kommentare
Noch keine Kommentare. Sei der Erste!
Kommentar hinterlassen