Bettwäsche sammelt mit der Zeit Schweiss, Hautfett, abgestorbene Hautzellen, Staub sowie Rückstände von Körperpflegeprodukten. Damit Laken und Kissenbezüge nicht wochenlang mit diesen Verschmutzungen in Kontakt bleiben, gilt ein Wechsel alle sieben Tage in den meisten Haushalten als guter Richtwert – mit kürzeren Abständen bei Hitze, Allergien oder wenn Tiere im Haushalt sind.
Warum die Laken einmal pro Woche wechseln?
Während der Nacht gibt der Körper Schweiss, Talg und abgestorbene Zellen ab, die im Gewebe hängen bleiben. Dazu kommen Staub, Pollen, Haare und Partikel, die über Kleidung ins Bett gelangen – selbst dann, wenn die Bettwäsche optisch noch sauber wirkt.
Ein wöchentlicher Wechsel bremst dieses Aufbauen von Rückständen, bevor sich Geruch entwickelt, sich das Material „fettig“ anfühlt oder sich mehr Allergene ansammeln. Zwei Wochen oder sogar ein Monat können insbesondere für Menschen, die stark schwitzen, unter Rhinitis leiden oder in einem heissen Klima leben, deutlich zu lange sein.
Wer sollte möglicherweise häufiger wechseln?
Sieben Tage sind kein starres Gesetz. Bestimmte Gewohnheiten und Umstände erhöhen die Menge an Schweiss, Haaren, Staub und Sekreten, die sich vor allem auf Kissenbezügen und dem Spannbettlaken ablagern:
- Personen, die nachts stark schwitzen;
- wer Hunde oder Katzen im Bett schlafen lässt;
- Menschen mit Hausstaubmilbenallergie, Asthma oder Rhinitis;
- wer sich nach Sport/Training ohne Duschen ins Bett legt;
- Haushalte in sehr warmen oder feuchten Regionen;
- Krankheitsphasen mit Fieber, Husten oder Nasensekret.
Sollten Kissenbezüge im selben Rhythmus wie Laken gewechselt werden?
Kissenbezüge liegen viele Stunden direkt an Gesicht und Haaren an und kommen zudem mit Speichel, Cremes und Hautfett in Kontakt. Deshalb kann es sinnvoll sein, sie zweimal pro Woche zu wechseln – besonders bei fettiger Haut, Akne, fettiger Kopfhaut oder wenn häufig Haarprodukte verwendet werden.
Die Bettdecke und die Wolldecke müssen nicht zwingend jede Woche in die Waschmaschine, wenn sie über einem Oberlaken oder in einem Bezug genutzt werden. Deckenbezüge, Schutzauflagen und dünne Decken, die direkt am Körper liegen, sollten dagegen eher in einem Rhythmus gewaschen werden, der näher am Wechsel der Laken liegt.
Wie wäscht man Bettwäsche richtig?
Bevor Sie eine Temperatur wählen, lohnt sich ein Blick auf das Pflegeetikett. Bei einer Hausstaubmilbenallergie empfehlen manche Hinweise eine wöchentliche Wäsche bei 60 °C – sofern die Textilien diesen Waschgang vertragen –, weil die höhere Temperatur hilft, Milben zu reduzieren.
- Überladen Sie die Maschine nicht, damit sich die Teile ausreichend bewegen können;
- dosieren Sie Waschmittel passend zur Wäschemenge;
- vermeiden Sie zu viel Weichspüler, da Rückstände in den Fasern bleiben können;
- trocknen Sie alles vollständig, bevor Sie es wegräumen oder wieder aufziehen;
- waschen Sie stark verschmutzte Laken nicht zusammen mit Putzlappen;
- halten Sie Ersatzgarnituren bereit, damit das Bett am selben Tag frisch bezogen werden kann.
Wie bleibt das Bett zwischen zwei Wechseln sauber?
Nach dem Aufstehen hilft es, Laken und Decken für ein paar Minuten zurückzuschlagen, damit die über Nacht entstandene Wärme und Feuchtigkeit entweichen können. Regelmässiges Lüften, nicht mit Kleidung ins Bett zu gehen, die draussen getragen wurde, und saubere Haustiere verringern ebenfalls, wie viele Rückstände in die Textilien gelangen.
Der wöchentliche Wechsel der Laken ist für die meisten ein praktikabler Kompromiss zwischen Hygiene und Alltagstauglichkeit. Wer den Abstand an Schweiss, Wetter, Allergien und den Kontakt mit Tieren anpasst, hält Kissenbezüge, Decken und Matratze länger in einem besseren Zustand – ohne erst auf Flecken oder Gerüche als Signal zum Waschen zu warten.
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